Lufthansa trotzt Gewinnrückgang: Positive Zeichen am Horizont
Die Lufthansa hat im Sommerquartal zwar mit geringeren Ticketpreisen und steigenden Kosten zu kämpfen, dennoch sendet das Unternehmen positive Signale an den Markt. Trotz eines Rückgangs des bereinigten operativen Gewinns um ein Prozent und eines Überschussrückgangs von zwölf Prozent, ermutigt Vorstandschef Carsten Spohr die Anleger. Die aktuelle Performance an der Börse verleiht seinen Worten Nachdruck: Die Lufthansa-Aktie hat zwischenzeitlich um mehr als fünf Prozent zugelegt.
Dabei konnte die Lufthansa im dritten Quartal fast 42 Millionen Passagiere befördern und den Umsatz auf 11,2 Milliarden Euro steigern. Besonders erfreulich: Die Frachttochter Lufthansa Cargo verzeichnete einen Gewinnzuwachs, während die Passagier-Airlines trotz schwieriger Rahmenbedingungen nahezu stabile Ergebnisse ablieferten. Ein laufendes Sparprogramm sorgte zudem dafür, dass die Stückkosten abseits vom Treibstoff nur minimal anstiegen.
Allerdings stehen Spohr und sein Team vor Herausforderungen: Der Zollstreit mit den USA belastet die Wartungssparte, und Verzögerungen in der Flugzeuglieferung führen dazu, dass ältere Airbus A340-600 und A380 länger im Einsatz bleiben. Dennoch zeigt sich Spohr erfreut über eine steigende Pünktlichkeit und plant, das Flugangebot auszubauen. Analysten erwarten zudem für das aktuelle Jahr einen Anstieg des operativen Gewinns auf rund 1,9 Milliarden Euro.
Der Luftfahrtkonzern blickt optimistisch in die Zukunft: Die Buchungen für Nordatlantik-Routen ziehen wieder an und auch für das Jahr 2026 zeigen sich positive Entwicklungen ab. Trotz der Herausforderungen bei Boeing- und Airbus-Lieferungen bleibt die Lufthansa flexibel und setzt weiter auf beide Hersteller.

