Lufthansa triumphiert vor Gericht: Vorzugspreise für Condor fallen weg
Die Lufthansa hat in einem langjährigen Rechtsstreit einen entscheidenden Sieg errungen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat eine frühere Anordnung des Bundeskartellamts aufgehoben, die dem Konzern vorschrieb, Passagiere des Wettbewerbers Condor zu Vorzugskonditionen nach Frankfurt zu transportieren.
Diese Entscheidung stellt die bisherige Praxis, die bereits Ende 2024 eingestellt wurde, nun auch in der Hauptsache infrage. Der formelle Fehler in der Anordnung des Bundeskartellamts aus dem Jahr 2022 führte dazu, dass Condor nun weiterhin höhere Preise für Lufthansa-Tickets zahlen muss. Zudem hat die kleinere Fluggesellschaft nun eingeschränkten Zugriff auf Sitzplatzkapazitäten. Dies hat Condor bereits dazu veranlasst, das eigene Zubringernetz nach Frankfurt auszubauen, während sie die neue gerichtliche Entscheidung und die nächsten Schritte prüft.
Der Lufthansa-Konzern begrüßte das Urteil des Gerichts und äußerte Zufriedenheit über die rechtliche Bestätigung ihrer Kündigung der bisherigen Abkommen mit Condor. Ein Sprecher des Unternehmens betonte, dass Lufthansa auch in Zukunft Zubringerflüge im Rahmen eines Interlining-Abkommens ohne Vorzugsbehandlung bereitstellen wird.

