Litauen verstärkt Schutz der Ostsee-Infrastruktur nach mutmaßlicher Sabotage
In einer entschlossenen Reaktion auf jüngste Sabotagevorfälle hat Litauen angekündigt, seine kritische Infrastruktur in der Ostsee verstärkt zu sichern. Litgrid, der litauische Stromnetzbetreiber, hat zusammen mit der Marine des EU- und NATO-Staates eine Partnerschaft geschmiedet, um das Unterseekabel Nordbalt, das Litauen mit Schweden verbindet, effektiver zu schützen.
Durch die Kooperation sollen beide Parteien künftig Informationen über Unregelmäßigkeiten und Verstöße austauschen und sowohl technische als auch praktische Abwehrmechanismen optimieren. Der Anlass für diese Partnerschaft war die Entdeckung einer schleifenden Ankerspur nahe des Nordbalt-Kabels, wie Schwedens Zivilverteidigungsminister Carl-Oskar Bohlin verlauten ließ.
Zuvor hatten bereits mehrere Vorfälle zu Schäden an Leitungen in der Ostsee geführt. In Litauen und den umliegenden Küstenstaaten hat dies zu erhöhter Wachsamkeit und Alarmbereitschaft geführt. Im Rahmen eines Gipfels in Finnland wird die Sicherheit der Meeresinfrastruktur ein zentrales Thema sein.
Vize-Energieminister Arnoldas Pikzirnis unterstrich im litauischen Rundfunk die Notwendigkeit, die jüngsten Vorkommnisse ernst zu nehmen und forderte eine schnelle Reaktion der NATO. Pikzirnis machte deutlich, dass die Vorfälle kaum als zufällige Ereignisse interpretiert werden können und betonte die Dringlichkeit, gezielte Sabotageversuche zu verhindern.

