Letzter Rettungsanker oder Anfang eines neuen Kapitels? Der Haushalt 2026 als Prüfstein
Der Bundeshaushalt für das Jahr 2026 präsentiert sich als ambitioniertes Vorhaben der aktuellen Koalition, doch er könnte gleichzeitig ein abschließender Meilenstein werden, der einer wohlwollenden Betrachtung unterliegt. Die Entscheidung, schuldenfinanzierte Investitionen zu tätigen, steht auf zwei soliden Pfeilern: der Verbesserung der Sicherheit des Landes und der Möglichkeit, vergangene Versäumnisse wettzumachen.
Die bevorstehenden Herausforderungen sind jedoch unübersehbar. Direkt nach diesem Haushalt wird es darum gehen, schwerwiegende Maßnahmen zu ergreifen, falls die Bemühungen, die Schuldenbremse zu umgehen, nicht gefruchtet haben sollten. Diese trostlose Aussicht wird verstärkt durch die Tatsache, dass die notwendige Disziplin von der Koalition selbst untergraben wurde.
Das großzügige Ausgeben von Geldern hat Begehrlichkeiten geweckt, ohne den Sinn für Sparsamkeit zu schärfen. Damit aus dem derzeitigen Investitionspaket eine Strategie à la Merz wird, muss der Haushalt 2026 einen Wendepunkt darstellen und eine solide Grundlage für künftige finanzpolitische Entscheidungen schaffen.

