Lettland reagiert auf Drohnenvorfälle: Vorübergehende Luftraumsperrung beschlossen
Lettland hat zur Gewährleistung der Sicherheit seines Luftraums beschlossen, die östlichen Grenzen des Landes zu Belarus und Russland für den Flugverkehr temporär zu sperren. Diese Anordnung soll zunächst bis zum 18. September gelten und könnte bei Bedarf verlängert werden, wie Verteidigungsminister Andris Spruds in einer Pressekonferenz in Riga verkündete. Ausgelöst wurde die Maßnahme durch eine Risikobewertung der lettischen Streitkräfte, die auf die jüngsten Vorfälle mit abgeschossenen Drohnen über Polen reagierte. Spruds betonte, dass das Eindringen russischer Drohnen eine offensichtliche Verletzung des Luftraums der NATO darstelle. Derzeit bestünde zwar keine direkte Bedrohung, jedoch seien präventive Schritte erforderlich, um zukünftigen Sicherheitsrisiken vorzubeugen. Er hob hervor, dass die Schließung des Luftraums die Identifizierung unautorisierter Flugobjekte vereinfachen soll. Der Minister erwähnte, dass das Auftauchen russischer Drohnen im NATO-Luftraum als ernsthaftes Warnzeichen betrachtet werden müsse. Es sei entscheidend, jegliche Eskalation von Drohnenangriffen zu vermeiden, um die Sicherheit der Region zu gewährleisten. Zusätzlich zur Luftraumsperre befindet sich Lettland in hoher Alarmbereitschaft, da im benachbarten Belarus die große Militärübung 'Sapad-2025' beginnt. Dieses Manöver, an dem russische und belarussische Soldaten teilnehmen, wird genau beobachtet. Zeitgleich führt Lettland im gesamten Land eigene umfangreiche Verteidigungsübungen durch, um auf mögliche Bedrohungen vorbereitet zu sein.

