Länder diskutieren neuen Corona-Plan für Fußball-Bundesliga

Berlin (dts) - Eine Woche vor dem Saisonstart der Fußball-Bundesliga diskutieren die Länder einen neuen Plan, um Zuschauer im Stadion zu ermöglichen. In dieser Woche berieten Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und die Staatskanzleien der Länder über eine einheitliche Linie, nachdem erste Vereine wie RB Leipzig die Genehmigung für Fans bekommen hatten, berichtet das "Handelsblatt" (Montagausgabe) unter Berufung auf Länderkreise. Demnach könnte es zum Start der Fußball-Bundesliga eine sechswöchige Testphase mit Zuschauern geben.

Voraussetzung sei, dass die Vereine ihre Hygienekonzepte mit den Gesundheitsämtern abstimmen. Der von den Ländern diskutierte Plan sieht Auslastungsgrenzen in den Stadien zwischen 20 und 30 Prozent vor. In der Diskussion sind auch fixe Obergrenzen wie 8.500 Zuschauer. Die Überlegungen der Länder gehen dahin, dass keine Gästefans in die Stadien dürfen. Über personalisierte Tickets müsse die Nachverfolgung von Kontakten gewährleistet sein. Stehplätze dürfe es nicht geben, Alkohol soll nicht ausgeschenkt werden. Noch offen ist, ob alle Bundesländer bei der einheitlichen Linie mitziehen. Besonders streng sind die Corona-Regeln in Bayern: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte gesagt, dass ein Saisonstart der Fußball-Bundesliga mit Zuschauern angesichts steigender Infektionszahlen das "falsche Signal" wäre.
Politik / DEU / Fußball / Gesundheit
11.09.2020 · 15:09 Uhr
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