Kurswechsel in der Energiepolitik gefordert: Ein globales Umdenken

Der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Peter Adrian, plädiert für einen Wandel in der deutschen Klima- und Energiepolitik. In einem Interview betonte Adrian die Gefahr einer Deindustrialisierung, die entstehen könnte, wenn klimafreundliche Technologien aus Deutschland durch weniger effiziente Alternativen aus dem Ausland ersetzt werden. Das aktuelle Ziel der Klimaneutralität stößt bei der DIHK nicht auf Widerstand, jedoch wird der eingeschlagene Weg und die damit verbundenen hohen Transformationskosten scharf kritisiert.
Eine umfassende Studie hat verdeutlicht, dass die Energiewende mit dem bisherigen Vorgehen finanziell nicht tragbar ist, vor allem durch hohe Investitionen in den Ausbau der Strominfrastruktur und neue Kraftwerke. Adrian hebt hervor, dass Deutschland zwar ehrgeizige Klimaziele verfolgt, dabei jedoch nur einen kleinen Teil der globalen Emissionen beeinflusst.
Eine internationale Abstimmung mit großen Wirtschaftsnationen sei essenziell, um das globale Klimaziel zu erreichen. Die EU-Kommission ermöglicht bis zu 5 Prozent internationale Kompensationen im Rahmen der Klimaziele, was Adrian als positiv bewertet. Aufforstungsprojekte in anderen Ländern, wie Brasilien, könnten bedeutende Beiträge zur CO2-Kompensation liefern und die internationalen Anstrengungen unterstützen.

