Kurssprung bei Oracle und geopolitische Spannungen belasten den Dollar
Am Mittwoch überraschten die Inflationsdaten für Produzentenpreise in den USA mit unerwarteter Schwäche und lösten Spekulationen über eine mögliche Zinssenkung der US-Notenbank um einen halben Prozentpunkt in der kommenden Woche aus. Diese Entwicklungen befeuerten die Wall Street, trieben den Goldpreis auf neue Höhen und ließen die Anleiherenditen sinken.
Im heutigen Marktkommentar wird erläutert, wie die Kombination aus Zinssenkungen der Fed und hartnäckiger Inflation die "realen" US-Zinsen und -Renditen verringern wird, was dem Dollar nicht förderlich ist.
Der Anstieg von Oracle um sagenhafte 43 % führte die Diskussion über die KI-Blase wieder auf den Punkt. Oracle erwartet für sein Cloud-Geschäft ein Umsatzvolumen von über einer halben Billion Dollar, was das Unternehmen in Richtung des exklusiven Clubs der Billionen-Wert-Marktkapitalisierung katapultieren könnte.
Ölpreise stiegen, nachdem Israel einen Angriff in Doha durchgeführt hatte, und der polnische Zloty verzeichnete nach dem Abschuss vermuteter russischer Drohnen über Polen den größten Verlust seit einem Monat. Diese geopolitischen Entwicklungen zeigen die Risiken auf den weltweiten Märkten, die für Volatilität sorgen können.
Wichtige Marktbewegungen des Tages:
- AKTIEN: Neue Höchststände für den S&P 500 und Nasdaq, während sie wieder an Boden verlieren. Dow und Russell 2000 fallen.
- AKTIEN/SEKTOREN: Oracle springt um 43 %, Klarna steigt bei NYSE-Debüt um 30 %. Apple fällt um 3,2 %. Technologie, Versorgung und Energie als größte Gewinner; zyklische Konsumgüter als größter Verlierer.
- DEVISEN: Dollar-Index endete flach. Brasiliens Real einer der größten Aufsteiger, polnischer Zloty unter den größten Verlierern.
- ANLEIHEN: US-Renditen niedriger, am langen Ende um 3 Basispunkte gefallen. Die Kurve flacht ab.
- ROHSTOFFE: Gold erreicht neuen Schlusskurs-Höchststand, Ölpreise steigen um fast 2 %; Brent auf 67,78 $/bbl, WTI über 64 $/bbl.

