Krypto-Markt in der Abkühlungsphase: Steht der Krypto-Sommer vor dem Ende?
Bitcoin, die weltweit bekannteste Kryptowährung, hat in der letzten Woche einen deutlichen Rückgang verzeichnet. Der Preis fiel unter die Marke von 110.000 US-Dollar, was einen Verlust von mehr als 5% in der Woche und über 10% von seinem August-Rekordhoch von über 124.000 US-Dollar bedeutet. Auch andere Kryptowährungen wie Ether und Solana sind im Abwärtstrend, wodurch der geschätzte Gesamtwert des Kryptomarktes auf unter 4 Billionen US-Dollar gefallen ist.
Auch Krypto-Aktien bleiben von dieser Entwicklung nicht verschont. Die Bitcoin-Treasury-Strategie-Aktie und der Stablecoin-Emittent Circle verzeichneten innerhalb der letzten Woche einen Rückgang von etwa 10%. Die Krypto-Börse Coinbase Global fiel um rund 7%.
Der Auslöser des jüngsten Ausverkaufs war die Liquidation von über 1,5 Milliarden US-Dollar an Bitcoin-Positionen, die am 21. September startete. Dieser Liquidationsprozess betraf überwiegend Anleger, die stark auf Kredit spekulierten. Marktbeobachter erwarten weitere Herausforderungen und setzen eine 60%ige Wahrscheinlichkeit darauf, dass Bitcoin noch vor Jahresende unter die 100.000 US-Dollar-Marke fällt.
Obwohl die Stimmung derzeit negativ ist, empfehlen Experten Geduld und eine ruhige Hand, statt voreilig zu reagieren. Ein weiteres Anzeichen für die derzeitige Marktstimmung ist die sogenannte Options-Skew, die defensive Positionen im Markt signalisiert.
Ein besonderes Merkmal dieses Zyklus ist das Wachstum von Spot-Bitcoin-ETFs, wie dem iShares Bitcoin Trust von BlackRock und dem Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund, die seit ihrem Start im Januar 2024 über 150 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen gesammelt haben.
Der Experte Sean Farrell von Fundstrat weist darauf hin, dass Bitcoin im Monatsverlauf tendenziell stärkere Renditen zu Beginn eines Monats erzielt. Trotz der derzeit herausfordernden Phase bleibt er jedoch optimistisch für ein positives viertes Quartal.
Das Bitcoin-Preisverhalten könnte Investoren Hoffnung geben, da historische Muster darauf hinweisen, dass die Kryptowährung nach einer Halving-Phase Höchststände erreicht. Solche Hochphasen wurden auch nach den letzten beiden Halvings in den Jahren 2016 und 2020 beobachtet. Auch wenn diese Zeit rasant sein kann, birgt sie die Möglichkeit großer Preisschwankungen.

