Krypto in 401(k)-Plänen: Senatoren Sanders und Warren warnen vor Risiken in Höhe von 14 Billionen Dollar

Demokraten im US-Kongress wehren sich gegen einen Vorschlag des US-Arbeitsministeriums (DOL), der die Nutzung von 401(k)-Rentenplänen erheblich erweitern könnte, insbesondere durch die Zulassung von Investitionen in Krypto-Assets.
In einem Schreiben, das dem Guardian vorliegt, äußerten Senator Bernie Sanders, Senatorin Elizabeth Warren und Bobby Scott, ranghöchstes Mitglied des Bildungsausschusses des Repräsentantenhauses, Bedenken, dass der Vorschlag schätzungsweise 14,2 Billionen Dollar an 401(k)-Ersparnissen gefährden könnte. Sie warnten zudem, dass die Änderung wahrscheinlich einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten würde.
Der Streit um den Zugang zu Kryptowährungen in Rentenplänen
In dem Schreiben wird argumentiert, dass der Vorschlag „langjährige Anlegerschutzmaßnahmen für Rentensparer aufheben“ und „riskantere, komplexere und teurere Investitionen“ fördern würde. Die Abgeordneten bezeichneten dies als schädlich für amerikanische Arbeitnehmer und verwiesen auf das Verhalten dieser alternativen Anlagen in Stressphasen des Marktes. Sie betonten, dass extreme Preisschwankungen kein hypothetisches Risiko, sondern ein bekanntes Merkmal des Kryptomarktes und anderer privater Marktprodukte seien.
Über die Preisschwankungen hinaus warnten die Abgeordneten, dass die Änderung höhere Kosten mit sich bringen könnte. Sie sagten, die Regel könnte Arbeitnehmer höheren Gebühren aussetzen und langfristige Renditen schmälern.
Diese Bedenken wurden auch von Regulierungsbehörden und Aufsichtsgruppen geteilt. Die Financial Industry Regulatory Authority (Finra) hat darauf hingewiesen, dass Krypto-Investitionen „höhere Volatilität im Vergleich zu traditionelleren Anlageformen“ aufweisen und dass „das Risiko, die gesamte Investition zu verlieren, erheblich ist“.
Darüber hinaus berichtete das FBI, dass Betrug im Zusammenhang mit Kryptowährungen zu den Kategorien mit den höchsten Verlusten bei cybergestütztem Betrug gehört. Die Behörde gab an, dass Amerikaner im Jahr 2025 Verluste von mehr als 11 Milliarden Dollar gemeldet haben, was eine weitere Gefahrenebene über die Marktschwankungen hinaus verdeutlicht.
Kritiker sehen Interessenkonflikt
Demokraten äußerten auch Bedenken hinsichtlich politischer und finanzieller Verbindungen. Sie verwiesen auf angebliche Verbindungen zwischen der Kryptoindustrie und Präsident Donald Trump und argumentierten, dass der Vorschlag einen Interessenkonflikt darstellen könnte.
Die Trump-Administration verteidigte jedoch den Ansatz als Möglichkeit, die Investitionsmöglichkeiten zu erweitern. In einer Erklärung sagte der amtierende Arbeitsminister Keith Sonderling:
The department’s days of picking winners and losers are over. Our rule clearly spells out that managers must evaluate any and all potential product offerings by following a prudent process.
Finanzminister Scott Bessent argumentierte ebenfalls, dass der Schritt die breiteren Ziele der Administration vorantreibe und fügte hinzu, dass das Finanzministerium „stolz auf diesen Regelungsprozess“ sei und ihn als weiteren Schritt in Richtung Präsident Trumps „Golden Age“ beschrieb.

