Kritik an Klimakonferenz: Alter Konflikte stehen Fortschritt im Wege
Der Bundesumwelt- und Klimaschutzminister Carsten Schneider hat die Ergebnisse der jüngsten UN-Klimakonferenz in Bonn als unzureichend kritisiert. Laut dem SPD-Politiker werde die Dringlichkeit der Klimakrise durch die erzielten Fortschritte nicht angemessen adressiert. Schneider bemängelte, dass die altbekannten Konflikte weiterhin den Fortschritt blockieren: Nord gegen Süd, Verfechter der Energiewende gegen die fossilen Bewahrer. Gemeinsam müsse man die Erderwärmung in den Griff bekommen. Daher sei es notwendig, über diese Konflikte hinwegzukommen, mahnte Schneider und forderte alle Staaten auf, noch in diesem Jahr neue und bessere Klimapläne vorzulegen, um die Lücke zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels zu schließen.
Die zehntägigen Verhandlungen in Bonn, an denen über 5000 Delegierte teilnahmen, endeten am Donnerstag ohne nennenswerte Erfolge. Simon Stiell, der Leiter der UN-Klimabehörde, betonte, dass noch viel Arbeit erforderlich sei, bevor man sich im November bei der nächsten Weltklimakonferenz in Belem, Brasilien, wieder trifft. Auch Umweltschutzorganisationen drückten ihre Enttäuschung über das langsame Tempo der Gespräche aus.

