Experten prognostizieren Bitcoin-Anstieg auf $80.000 nach US-Iran-Waffenstillstand und Ölpreisrückgang

Der Marktexperte Sam Daodu hat einen neuen Ausblick für Bitcoin (BTC) im April veröffentlicht und dabei geopolitische Entwicklungen sowie makroökonomische Kräfte als entscheidende Faktoren für die zukünftige Preisentwicklung hervorgehoben.
Daodus Analyse erfolgt, nachdem Bitcoin auf Widerstand knapp über $72.000 gestoßen ist und in einem Marktumfeld, das die ersten aufeinanderfolgenden Quartalsverluste seit 2022 verzeichnet hat.
Bitcoin steht vor einem ungewöhnlichen April
Daodu weist auf die historische Tendenz von Bitcoin hin, den April positiv abzuschließen: Seit 2013 hat der Token den Monat neunmal von 13 höher beendet, was einer Erfolgsquote von 69% entspricht.
Auf dem Papier sieht der April vielversprechend aus – die durchschnittliche Rendite liegt bei 10,7% –, aber dieser Durchschnitt wird durch einige außergewöhnliche Jahre (2013, 2018, 2019 und 2020) verzerrt, die jeweils Gewinne von über 28% verzeichneten. Ohne diese extremen Ausreißer fällt die durchschnittliche Aprilrendite auf bescheidene 0,7%.
Repräsentativere Messungen zeigen einen mittleren Aprilgewinn von 7,1%, wobei der beste April im Jahr 2013 (+36,8%) und der schlechteste im Jahr 2022 (−17,2%) verzeichnet wurde. Diese historischen Schwankungen, so Daodu, zeigen, wie stark die April-Ergebnisse vom breiteren makroökonomischen Umfeld abhängen.
Was den April 2026 ungewöhnlich macht, ist laut Daodu die Dominanz externer makroökonomischer und geopolitischer Faktoren, die in den Vorjahren weitgehend fehlten. Der anhaltende Konflikt zwischen den USA und Iran hat die Ölpreise seit Anfang März über $100 gehalten, und die Federal Reserve hat ihre Inflationsprognose für 2026 auf 2,7% nach oben korrigiert.
Diese Entwicklungen haben die Erwartungen für kurzfristige Zinssenkungen gedämpft und die Märkte auf höhere Zinsen im zweiten Quartal vorbereitet. Insgesamt schaffen straffere Liquidität und erhöhte geopolitische Risiken ein schwierigeres Umfeld für Risikoanlagen, einschließlich BTC.
Unter diesen Bedingungen warnt Daodu, dass das übliche frühe April-Tief und der anschließende Aufschwung nicht mehr garantiert sind. Vielmehr werden drei Schlüsselfaktoren die Zukunft von Bitcoin bestimmen.
Ob der Ölpreis unter $90 pro Barrel fällt, ob sich die monetären Erwartungen entspannen und ob der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran anhält und zu einem dauerhaften Abkommen führt.
Drei mögliche Szenarien
Daodu skizziert drei Preisszenarien, um zu quantifizieren, wie sich diese Entwicklungen auswirken könnten. In seinem optimistischen Szenario würde ein echter Waffenstillstand in Verbindung mit fallenden Ölpreisen unter $90 den makroökonomischen Druck erheblich mindern. Diese Entlastung könnte es Bitcoin ermöglichen, den Widerstand über $75.000 zu überwinden und einen Anstieg auf $80.000 zu erreichen.
Fortschritte beim CLARITY Act – einer Gesetzesinitiative, die Ende April erwartet wird – könnten diese Rallye durch verbesserte regulatorische Klarheit für digitale Vermögenswerte weiter befeuern.
Sein Basisszenario sieht einen eher gedämpften Monat vor. Anhaltende steuerbedingte Verkäufe Anfang April könnten die Gewinne begrenzen und BTC zwischen etwa $68.000 und $76.000 halten. Ohne einen klaren Auslöser, wie das Ende des Konflikts, würde Bitcoin wahrscheinlich in dieser Bandbreite konsolidieren.
Das bärische Szenario beinhaltet einen Zusammenbruch des Waffenstillstands und eine erneute Eskalation. In diesem Fall könnte Bitcoin seine nahegelegene Unterstützung um $69.000 verlieren, was zu Liquidationen von gehebelten Positionen führen und kurzfristige Inhaber zum Ausstieg bewegen könnte.
Dieser Druck könnte BTC in Richtung $65.000 oder tiefer treiben; der Experte merkt an, dass Standard Chartered vor einem tieferen Einbruch auf $50.000 gewarnt hat, falls sich die makroökonomischen Bedingungen erheblich verschlechtern.

