Kosmetik- und Reinigungsmittelbranche trotzt globalen Herausforderungen
Trotz widriger internationaler Rahmenbedingungen zeichnet sich die Kosmetik- und Haushaltsreinigungsmittelbranche im ersten Halbjahr 2025 durch ein beeindruckendes Wachstum aus. Der Branchenverband IKW meldet einen Umsatzanstieg um 3,6 Prozent auf insgesamt 17,8 Milliarden Euro, der vollständig dem dynamischen Inlandsgeschäft zu verdanken ist. Der heimische Markt verzeichnete einen beachtlichen Zuwachs von 6,9 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro. Dies kompensierte den Rückgang im Auslandsgeschäft, wo der Umsatz um 3,0 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro sank.
Die schwierigere geopolitische Lage bereitet der exportorientierten Branche erhebliche Sorgen. Geschäftsführer Thomas Keiser äußerte sich besorgt darüber, dass viele Unternehmen vor existenziellen Herausforderungen stehen. Der Verband erwartet dennoch für das Gesamtjahr 2025 ein weiteres Wachstum; das Inlandsgeschäft soll um 2,3 Prozent auf rund 23,4 Milliarden Euro steigen.
Explodierende Kosten für Energie, Rohstoffe und eine zunehmende Bürokratisierung dämpfen jedoch die Wachstumsdynamik im Vergleich zu früheren Jahren. Keiser kritisiert, dass durch übermäßige Bürokratie Innovationen erschwert werden und der Standort Deutschland darunter leidet. Im Jahr 2024 investierten Verbraucher weltweit 34,6 Milliarden Euro in Produkte wie Shampoo, Deo sowie Waschmittel und Haushaltsreiniger „Made in Germany“. Der IKW vertritt über 470 Unternehmen mit rund 178.000 Mitarbeitern, die etwa 95 Prozent des nationalen Marktes repräsentieren.

