Kontroverser Lasereinsatz: Deutschland und China im diplomatischen Schlagabtausch
Die jüngsten Geschehnisse über dem Roten Meer haben für erhebliche Spannungen zwischen Deutschland und China gesorgt. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte seine deutliche Missbilligung über den vermuteten Einsatz eines Lasers durch ein chinesisches Kriegsschiff, das ein deutsches Aufklärungsflugzeug während einer EU-Militäroperation ins Visier genommen haben soll.
Dieser mögliche Angriff sei in keiner Weise zu rechtfertigen, erklärte Merz im Rahmen einer Sitzung mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Berlin. Die EU-Operation "Aspides", bei der die Sicherheit von Handelsschiffen gegen potenzielle Bedrohungen durch die jemenitische Huthi-Miliz im Mittelpunkt steht, war Schauplatz des Vorfalls.
Trotz der Einbestellung des chinesischen Botschafters ins Auswärtige Amt gibt es noch keinen detaillierten Bericht über den Verlauf der Gespräche, wie Außenminister Johann Wadephul mitteilte. Kanzler Merz mahnt zur Vorsicht in der Bewertung der Ereignisse und betont die Notwendigkeit, solche Vorkommnisse gründlich zu untersuchen.
Schließlich gilt es, die Umstände vollumfänglich zu klären. Die Reaktion aus China folgt prompt, indem Peking die Glaubwürdigkeit der deutschen Darstellung in Frage stellt. Das chinesische Außenministerium weist die Vorwürfe zurück und pocht darauf, dass sie nicht mit den bekannten Fakten übereinstimmen.
In der Zwischenzeit ist auch auf EU-Ebene eine diplomatische Note erfolgt, indem der chinesische Botschafter in Brüssel vorgeladen wurde, um die Angelegenheit zu erörntern.

