Konjunkturschwäche fordert Strukturreformen: Wirtschaftsministerin sieht Handlungsbedarf
Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen in Deutschland spricht sich Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche für gezielte Strukturreformen aus. Mit der anhaltenden Wachstumsschwäche fordert die CDU-Politikerin eine Reform der Sozialsysteme, einen spürbaren Abbau der Bürokratie sowie widerstandsfähigere Lieferketten. Die Erweiterung des Arbeitsangebots und die Sicherung stabiler öffentlicher Haushalte stehen ebenfalls im Fokus der Bundesregierung. Die wiederkehrende Stagnation des Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal 2025 verdeutlicht die strukturellen Wachstumshemmnisse der deutschen Wirtschaft.
Zwar lassen die jüngsten positiven Entwicklungen bei den Stimmungsindikatoren auf eine leichte konjunkturelle Erholung zum Jahreswechsel hoffen, doch bleiben die Risiken durch handelspolitische Unsicherheiten und drohende Lieferengpässe bei Halbleitern und Seltenen Erden erheblich. Um die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum in Deutschland zu fördern, betonte Reiche die Bedeutung gezielter Strukturreformen. Erste Maßnahmen, wie die Beschleunigung von Vergabeverfahren, die Bürgergeldreform, und die Einführung der Aktivrente, sind bereits angestoßen.
Weiterhin sind Schritte zur Senkung der Energiepreise und steuerlichen Belastungen geplant. Laut einer Sprecherin des Ministeriums entsprechen die Berechnungen des Statistischen Bundesamts den Erwartungen der Herbstprojektion. Für das laufende Jahr rechnet die Bundesregierung nur mit einem Mini-Wachstum von 0,2 Prozent, während für das kommende Jahr ein Anstieg auf 1,3 Prozent erwartet wird.

