Koalition der Möglichkeiten: Friedrich Merz übernimmt als Kanzler
Mit der bevorstehenden Wahl von Friedrich Merz zum Bundeskanzler vollzieht sich ein bedeutender Wechsel an der Spitze der deutschen Regierung. Sein zukünftiges Kabinett steht kurz vor der Ernennung und wird am Dienstag vereidigt, sofern die Kanzlerwahl planmäßig verläuft. Die SPD hat in letzter Minute ihre Auswahl für das Kabinett getroffen, bestehend aus vier Frauen und drei Männern. Lars Klingbeil, der zugleich als Vizekanzler und Parteichef fungieren wird, führt das SPD-Team an. Der SPD-Co-Vorsitzenden Saskia Esken hingegen blieb ein Ministerposten verwehrt.
Nach der letzten Abstimmungsrunde der Personalentscheidungen wurde der Koalitionsvertrag unterzeichnet, der als Fundament der neuen Regierungsarbeit dienen soll. Merz verkündete entschlossen, dass die Koalition das Land mit Energie und Vertrauen regieren wolle. Vizekanzler Klingbeil unterstrich die Potenziale Deutschlands und betonte die Notwendigkeit bürgerorientierter Staatsführung.
Im neuen Kabinett bleibt Boris Pistorius als Verteidigungsminister im Amt und Bärbel Bas wechselt als Arbeitsministerin ins Kabinett. Unter den neuen Gesichtern hervorzuheben sind Reem Alabali-Radovan und Verena Hubertz, die als junge SPD-Talente das Entwicklungs- bzw. Bauministerium übernehmen. Klingbeil hat sein Team aus Vertrauten und jungen Politikerinnen und Politikern zusammengestellt, wie er es nach den schwierigen Wahlergebnissen der SPD angekündigt hatte.
Wichtige SPD-Ressorts werden zudem von Carsten Schneider, Stefanie Hubig sowie den neuen Staatsministerinnen Elisabeth Kaiser und Natalie Pawlik besetzt. Klingbeil fordert von seinem Team ein echtes Miteinander, um den neuen Kurs der Regierung erfolgreich zu gestalten. CSU-Chef Markus Söder äußerte ebenfalls hohe Erwartungen an die neue Regierung und betonte die Notwendigkeit eines neuen "Deutschlandtempos".
Mit der Regierungsneubildung ist eine leichte Vergrößerung verbunden; das Kabinett wird um das neue Digitalministerium erweitert. Im Vergleich zur Vorgängerregierung ist es älter und männlicher zusammengesetzt. Die Umbesetzung der SPD-Fraktionsführung ist ebenfalls in Vorbereitung, während Jens Spahn zum Fraktionschef der Union aufsteigen soll.
Trotz einer knappen Stimmenmehrheit im Bundestag ist die Koalition zuversichtlich, dass Merz im ersten Wahlgang zum Kanzler gewählt wird. Der scheidende Kanzler Scholz wird nach seiner Amtszeit mit einem feierlichen Zapfenstreich verabschiedet, bleibt dem Bundestag jedoch als Abgeordneter erhalten.

