Knorr-Bremse profitiert von Einsparungen – Optimistische Aussichten für 2026

Der weltweit führende Hersteller für Lkw- und Zugbremsen, Knorr-Bremse, hat im Jahr 2025 dank Einsparungen trotz eines leichten Umsatzrückgangs einen Gewinnzuwachs erzielt. Vorstandsvorsitzender Marc Llistosella sieht das Unternehmen bei einer Rückkehr zum Wachstum für 2026 in einer günstigen Position, was an der Börse positiv aufgenommen wurde.
Die Knorr-Bremse-Aktie, gelistet im MDax, stieg am Donnerstag um rund zwei Prozent auf 108,10 Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn einen Zuwachs von über 13 Prozent. Analysten wie Akash Gupta von JPMorgan und Lucas Ferhani von Jefferies sehen die Jahresziele im Rahmen der Erwartungen, mit einer weiteren Erholung in beiden Geschäftsfeldern sowie einem starken freien Barmittelfluss.
Für 2026 plant Knorr-Bremse einen Umsatzanstieg auf 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro, mit einer ehrgeizigen Gewinnmarge von rund 14 Prozent. Der Auftragseingang legte 2025 um 2,8 Prozent zu, insbesondere durch stärkere Bestellungen im Bahngeschäft. Der operative Gewinn stieg um 5,1 Prozent auf rund 1,02 Milliarden Euro, mit einer verbesserten Marge.
Konzernchef Llistosella unterstrich die Bedeutung der Rail-Division für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens, während sich die Trucksparte in einem schwierigen Umfeld behaupten konnte. Der Reingewinn erhöhte sich um 20 Prozent auf 574 Millionen Euro, unterstützt von einem rekordhohen Barmittelfluss.
Zudem hat Knorr-Bremse strategische Zukäufe angekündigt, darunter den Erwerb des Schweizer Elektronikanbieters Duagon für 500 Millionen Euro zur Stärkung des Elektronik- und Softwaresektors sowie die Übernahme der Online-Buchungsplattform Travis Road Services.
Die Bekanntgabe der vollständigen Zahlen für 2025 ist für den 19. März geplant.

