KNDS plant ehrgeizigen Börsengang in Paris und Frankfurt

Der deutsch-französische Panzerhersteller KNDS verkündet selbstbewusst seine Absicht, im Jahr 2026 die Börse zu betreten. Geplant ist eine Doppelnotierung an den prestigeträchtigen Börsen in Paris und Frankfurt – allerdings bleibt dies abhängig von den dann herrschenden Marktbedingungen. Das in Amsterdam beheimatete Unternehmen zieht damit einen großen Schritt in Betracht, der sowohl für das Unternehmen selbst als auch für seine Anteilseigner von erheblicher Bedeutung sein könnte.
KNDS, bekannt als Hersteller des in der Ukraine-Krise eingesetzten Leoparden 2 Panzers, ist seit langem ein Eckpfeiler der europäischen Verteidigungsindustrie. Die Entstehung des Unternehmens liegt bereits ein Jahrzehnt zurück, als die deutsche Krauss-Maffei Wegmann und das französische Pendant Nexter ihre Kräfte bündelten. Derzeit befindet sich das Unternehmen im Mitbesitz der deutschen Eigentümer der Krauss-Maffei Wegmann sowie der französischen Regierung, eine ungewöhnliche, aber funktionierende transnationale Eigentümerschaft.
Der angestrebte Börsengang verfolgt das klare Ziel, die Weichen für zukünftiges Wachstum zu stellen und den Zugang zu internationalen Kapitalmärkten zu sichern. Mit den zu erwartenden Einnahmen plant KNDS, die Kapazitäten zu erweitern sowie in neue Technologien und Innovationen zu investieren. Bereits im Vorfeld wurde in Fachkreisen rege über einen Börsengang von KNDS spekuliert. Nun sind diese Pläne offiziell und könnten die europäische Verteidigungsindustrie nachhaltig prägen.

