Klimawandel erreicht neuen Höhepunkt: 2025 könnte eines der drei heißesten Jahre werden
Der EU-Klimawandeldienst Copernicus hat jüngst darauf hingewiesen, dass das Jahr 2025 das Potenzial hat, zu einem der drei heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen aufzusteigen. Der vergangene Oktober, der weltweit der drittwärmste seither verzeichnete, wies eine Durchschnittstemperatur von 15,14 Grad auf. Dies liegt um 0,7 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 und 1,55 Grad über dem geschätzten vorindustriellen Niveau. Als bislang wärmster Oktober bleibt das Jahr 2023 in Erinnerung, das eine Steigerung von 0,16 Grad gegenüber dem jetzigen Wert aufwies.
Samantha Burgess, die strategische Leiterin für Klima, betonte die wachsende Dringlichkeit, Maßnahmen zu ergreifen. Sie hob hervor, dass sich die Menschheit in einem Jahrzehnt befindet, in dem die Wahrscheinlichkeit besteht, dass die 1,5-Grad-Grenze regelmäßig überschritten wird. Die letzten drei Jahre zeichneten sich durch außerordentlich hohe Temperaturen aus, und es wäre das erste Mal, dass der Durchschnitt eines Dreijahreszeitraums die 1,5-Grad-Marke überschreitet.
Besonders in den Polarregionen waren die Temperaturen hoch. Während Europa im Oktober eine Durchschnittstemperatur von 10,19 Grad verzeichnete und damit nicht zu den zehn wärmsten Oktobern zählte, stiegen die Temperaturen in den Polarregionen erheblich, insbesondere in Nordostkanada, dem zentralen Arktischen Ozean und der Ostantarktis. In der Arktis wurde eine Meereisausdehnung von 12 Prozent unter dem Durchschnitt verzeichnet, womit sie den achtniedrigsten Stand für diesen Monat darstellt.
Ein wichtiger Schritt zur Bewältigung der Klimakrise ist die bevorstehende Weltklimakonferenz (COP30), die am kommenden Montag in Belem, Brasilien, beginnt. Zehntausende Teilnehmer aus rund 200 Staaten werden erwartet, um gemeinsam Maßnahmen zu erörtern. In Deutschland hat der Bundestag kürzlich das Ziel bekräftigt, bis 2045 klimaneutral zu werden.

