Klimaschutz unter Druck: US-Organisationen ziehen gegen Trumps Pläne vor Gericht
Gegenwind für die Klimaschutzpolitik der US-Regierung: Eine Koalition aus 17 Umwelt- und Gesundheitsorganisationen hat Klage gegen die Pläne der Trump-Administration eingereicht, die Gefährlichkeit von Treibhausgasen herunterzuspielen. Die Kläger werfen der Umweltbehörde EPA, unter der Leitung von Lee Zeldin, vor, ihre gesetzlichen Verpflichtungen zu missachten, wie von Earthjustice berichtet wird.
Die EPA plant, ihre bisherige wissenschaftliche Bewertung aufzugeben, dass Emissionen wie Kohlendioxid und Methan ein Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellen und daher gemäß Luftreinhaltegesetzen reguliert werden sollten. Zudem wurden geltende Abgasnormen für Verbrennerfahrzeuge aufgehoben, da diese als überflüssig erachtet werden. Die Klage, die am Mittwoch vor einem Bundesberufungsgericht in Washington eingereicht wurde, umfasst auch prominente Kläger wie die American Public Health Association und die American Lung Association. Die Hauptanwältin von Earthjustice, Hana Vizcarra, kritisiert die EPA dafür, ihren Auftrag zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt zu vernachlässigen, um klimaschädlichen Industrien zu dienen.
Der internationale wissenschaftliche Konsens bleibt eindeutig: Treibhausgase gelten als wesentliche Verursacher der eskalierenden Klimakrise. Keine neuen Erkenntnisse widerlegen diese Position. Prognosen zufolge könnte das Ziel des Pariser Klimaabkommens, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, schon in den frühen 2030er Jahren zeitweise überschritten werden. Die möglichen Konsequenzen wären verheerend: vermehrte und intensivere Naturkatastrophen wie Stürme, Brände, Dürren und Fluten. Allein die letzten zehn Jahre markieren die wärmsten Perioden seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

