Kingdom Come Deliverance: Überraschende PS5-Optimierung taucht im PlayStation Store auf
Das mittelalterliche Rollenspiel-Epos Kingdom Come: Deliverance könnte völlig unerwartet eine Current-Gen-Auffrischung erhalten. Trotz gegenteiliger Aussagen von Warhorse Studios aus dem vergangenen Jahr ist im PlayStation Store plötzlich eine Aktualisierung aufgetaucht, die explizit „Updated for PlayStation 5“ verspricht. Die Beschreibung verheißt 4K-Unterstützung, hochauflösende Texturen und verbesserte Bildwiederholraten – genau jene technischen Verbesserungen, die das atmosphärische Böhmen des 15. Jahrhunderts auf modernen Konsolen erst richtig zur Geltung bringen könnten. Handelt es sich um einen versehentlichen Leak, einen Sinneswandel der Entwickler oder eine strategisch geplante Überraschung vor einem möglichen State of Play Event?
Widersprüchliche Signale vom Studio
Noch 2025 hatte Warhorse Studios kategorisch erklärt, keine Pläne für eine Rückkehr zum ersten Kingdom Come zu haben. Die Ressourcen waren offensichtlich auf die Entwicklung und den Support von Kingdom Come: Deliverance 2 konzentriert, das im Februar 2025 erschien und seither mit kritischem Lob überschüttet wurde – inklusive zahlreicher Game of the Year Nominierungen und beeindruckenden vier Millionen verkauften Exemplaren bis November. Doch nun klaffen die damaligen Aussagen und der PlayStation Store-Eintrag deutlich auseinander. Das Studio selbst hat sich bislang nicht offiziell zu dem Leak geäußert, lediglich kryptisch „etwas Neues am Horizont“ nach dem finalen DLC für Teil 2 angedeutet. Diese Zurückhaltung befeuert die Spekulationen zusätzlich – vielleicht plant Warhorse einen spektakulären Shadow-Drop während eines kommenden Events.
Technische Aufwertung für das mittelalterliche Meisterwerk
Der Store-Eintrag verspricht konkrete technische Verbesserungen: Native 4K-Auflösung, hochauflösende Texturen und eine stabilere beziehungsweise höhere Framerate würden das visuell ohnehin beeindruckende mittelalterliche Böhmen erheblich aufwerten. Das ursprüngliche Kingdom Come: Deliverance lief auf PlayStation 4 mit diversen Performance-Problemen, die besonders in dicht bewaldeten Gebieten und größeren Städten spürbar waren. Eine optimierte PS5-Version könnte nicht nur diese Schwächen ausmerzen, sondern auch die minutiös gestaltete Welt mit all ihren Details endlich flüssig erlebbar machen. Unklar bleibt allerdings, ob Besitzer der PS4-Version kostenfrei upgraden können oder ob es sich um einen separaten Kauf handelt – eine Entscheidung, die durchaus kontrovers aufgenommen werden könnte, sollte Warhorse nicht großzügig agieren.
State of Play als mögliche Enthüllungsplattform
Gerüchte verdichten sich, dass Sony für Februar ein State of Play Event plant – konkret für die Woche ab dem 12. Februar. Sollten sich diese Spekulationen bewahrheiten, wäre dies die ideale Bühne für Warhorse Studios, um nicht nur die PS5-Version offiziell anzukündigen, sondern möglicherweise auch Versionen für Xbox Series X/S und PC vorzustellen. Ein simultaner Shadow-Drop über alle Plattformen hinweg würde perfekt zum mysteriösen Schweigen des Studios passen und maximale Aufmerksamkeit generieren. Zumal Director Daniel Vávra kürzlich durch seine Verteidigung von Larian Studios in der GenAI-Kontroverse Schlagzeilen machte – vielleicht lenkt diese mediale Präsenz bewusst von den eigenen Plänen ab.
Remaster oder einfaches Update?
Die genaue Natur dieser PS5-Optimierung bleibt vorerst Spekulation. Handelt es sich um ein vollwertiges Remaster mit überarbeiteten Assets, zusätzlichen Features und vielleicht sogar integriertem DLC-Content? Oder beschränken sich die Verbesserungen auf technische Parameter wie Auflösung und Performance? Der Store-Eintrag gibt darüber keine definitive Auskunft, und die bisherigen Remaster-Gerüchte lassen beide Interpretationen zu. Für Fans des Originals, die auf eine Wiederbelebung ihrer Lieblingserfahrung hoffen, könnte dies den Unterschied zwischen enthusiastischer Vorfreude und gedämpfter Erwartungshaltung bedeuten. Der kommende Februar dürfte endgültige Klarheit bringen – und möglicherweise eine willkommene Überraschung für alle, die Heinrich von Skalitz‘ Abenteuer in zeitgemäßer Pracht erneut erleben wollen.


