Kingdom Come: Deliverance 2 im Shitstorm – Entwickler wegen KI angeblich entlassen
Eigentlich läuft es für Kingdom Come: Deliverance 2 seit dem Release hervorragend. Das Mittelalter-Rollenspiel von Warhorse Studios erhielt starke Kritiken und verkaufte sich millionenfach. Doch aktuell sorgt ein ganz anderes Thema für Schlagzeilen.
Ein ehemaliger Mitarbeiter behauptet, dass er entlassen wurde, weil sein Job künftig von einer KI übernommen werden soll. Die Vorwürfe haben in der Community einen massiven Shitstorm ausgelöst.
Ehemaliger Entwickler erhebt schwere Vorwürfe
Ausgelöst wurde die Kontroverse durch einen Post eines früheren Mitarbeiters von Warhorse Studios. Der Übersetzer Max Hejtmánek arbeitete mehrere Jahre lang für das Studio und war unter anderem an der englischen Übersetzung des Spiels beteiligt.
Laut seiner Darstellung wurde er plötzlich zu einem Meeting eingeladen und dort über seine Kündigung informiert. Sein Job solle künftig durch KI-gestützte Übersetzungen ersetzt werden, um Kosten zu sparen und effizienter zu arbeiten.
Der Entwickler reagierte darauf mit deutlichen Worten. In seinem Statement erklärte er, er fühle sich von der Firmenleitung „verraten“ und sei von der Entscheidung völlig überrascht worden.
Nach eigenen Angaben arbeitete er fast vier Jahre für das Studio und war neben der Übersetzung auch als Editor sowie teilweise in der Voice-Over-Produktion tätig.
Fans reagieren mit heftiger Kritik
Die Reaktionen aus der Community ließen nicht lange auf sich warten. In sozialen Netzwerken und auf Plattformen wie Reddit kritisieren viele Spieler die Entscheidung scharf.
Einige Fans werfen dem Studio vor, menschliche Kreativarbeit durch KI zu ersetzen, obwohl das Spiel selbst stark von seiner aufwendigen Story und seinen Dialogen lebt.
Die Diskussion ging sogar so weit, dass Spieler begannen, das Spiel auf Plattformen wie Steam negativ zu bewerten. Dieses sogenannte Review-Bombing wird häufig genutzt, um Protest gegen Entscheidungen von Entwicklern oder Publishern auszudrücken.
KI bleibt ein großes Streitthema in der Branche
Der Vorfall zeigt erneut, wie kontrovers das Thema künstliche Intelligenz in der Spieleentwicklung diskutiert wird.
Viele Studios experimentieren mittlerweile mit KI-Tools, etwa für Übersetzungen, Textgenerierung oder Grafikproduktion. Befürworter argumentieren, dass solche Technologien Prozesse beschleunigen und Kosten senken können.
Kritiker hingegen befürchten, dass dadurch langfristig Arbeitsplätze verloren gehen oder kreative Qualität leidet.
Im Fall von Kingdom Come: Deliverance 2 ist die Situation besonders sensibel, weil das Spiel extrem stark auf Dialoge und historische Authentizität setzt.


