Kiew unter Beschuss: Eskalation des Konflikts und globale Implikationen
Bei erneuten russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind nach Angaben der Behörden mindestens zwölf Personen ums Leben gekommen. Der Angriff traf in der Nacht die Hauptstadt Kiew schwer, wo allein neun Menschen ihr Leben verloren und 33 weitere verletzt wurden.
In der Region und in der nordukrainischen Region Tschernihiw wurden ebenfalls Opfer gemeldet, darunter ein Toter und zehn Verletzte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte Russlands Vorgehen scharf und warf Moskau Zynismus im Umgang mit der jüngsten Eskalation in Nahost vor.
Dies stehe in krassem Widerspruch zu früheren Protesten Moskaus gegen Angriffe auf iranische Atomanlagen, notierte Selenskyj auf der Plattform X. Doch nun, so der Präsident, schweige die Moskauer Führung, obwohl die russische Armee in Zusammenarbeit mit iranischen und nordkoreanischen Kräften einen Angriff auf zivile Einrichtungen in Kiew und anderen ukrainischen Städten verübt habe.
Selenskyj wies zudem darauf hin, dass bei den Angriffen vermeintlich auch nordkoreanische Waffen im Einsatz gewesen seien. Seine Botschaft an die Nachbarn Russlands, Irans und Nordkoreas: Ein besorgniserregendes Bündnis verbreitet Terror und bedroht friedliche Zivilisationen.
Ein Treffen mit britischen Partnern soll weitere Wege der Zusammenarbeit gegen diese Bedrohung ausloten. Laut der ukrainischen Luftwaffe griffen russische Streitkräfte in der Nacht mit einer beeindruckenden Zahl von 352 Drohnen, elf ballistischen Raketen und fünf Marschflugkörpern an.
Dabei konzentrierten sich die Attacken auf die Metropole Kiew. Von den feindlichen Einheiten konnte die Ukraine nach eigenen Angaben 339 Drohnen, zehn Raketen und alle Marschflugkörper abwehren. Diese Anschläge sind Teil eines bereits über drei Jahre andauernden, brutalen Krieges Russlands gegen die Ukraine, dessen Intensität sich in den jüngsten Ereignissen widerspiegelt.

