„Kein Kauf von Umweltverträglichkeit“ – Greenpeace protestiert in Genf gegen Öl-Lobby
Eine ungewöhnliche Aktion von Greenpeace-Aktivisten versetzte den Völkerbundpalast in Genf in den Mittelpunkt öffentlicher Aufmerksamkeit. Vor dem UN-Gebäude demonstrierten sie mit einer inszenierten Ölspur und Transparenten gegen den Einfluss von Lobbygruppen der Ölindustrie auf die Diskussionen zur Einschränkung von Plastikmüll. Diese Verhandlungen über einen globalen UN-Vertrag zum Thema finden derzeit in Genf statt.
Die Aktivisten, die betonten, dass es sich bei der Flüssigkeit um einen umweltfreundlichen, wasserlöslichen Stoff handele, zeigten mit Slogans wie „Der Plastik-Vertrag ist nicht käuflich“ eindrucksvoll ihre Botschaft am Eingangsportal des UN-Gebäudes. Ziel ist es, den Druck auf die Entscheidungsträger zu erhöhen, die über die Herausforderungen der Kunststoffverschmutzung von der Herstellung bis zur Entsorgung beraten.
Die Dringlichkeit ist klar: Plastik, das überwiegend auf Öl basiert, verschmutzt weltweit die Umwelt und stellt darüber hinaus ein wachsendes Gesundheitsrisiko dar, da Mikroplastik mittlerweile selbst in menschlichen Organen nachgewiesen wurde. Während mehr als 100 Länder Produktionsbeschränkungen fordern, pochen ölproduzierende Länder auf eine Fokussierung umweltfreundlicher Entsorgungsmethoden. Zu den Verhandlungen sind auch Vertreter der Industrie zugelassen, deren Einfluss Greenpeace anprangert.

