Kanzler Merz will Abstand von Putin-Telefonaten nehmen
Bundeskanzler Friedrich Merz hat überraschend angekündigt, vorerst auf ein direktes Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu verzichten. Der CDU-Vorsitzende deutete an, dass die bisherigen Telefongespräche seines Amtsvorgängers Olaf Scholz mit dem Kreml-Chef oft von gewaltsamen Gegenreaktionen Russlands gefolgt wurden.
Solche Vorfälle, etwa die Bombardements von Kiew und ein Kinderkrankenhaus, halten ihn aktuell von einer derartigen Kommunikation ab. In Bezug auf die Haltung des US-Präsidenten gegenüber Putin, beobachtet Merz eine zunehmende Skepsis und eine kritischere Bewertung der Situation.
Es scheint, dass Präsident Trump, dessen Meinung innerhalb und außerhalb Europas genau verfolgt wird, sich der gemeinsamen europäischen Einschätzung des Russland-Konflikts annähert. Merz äußerte sich zudem zu möglichen, neuen US-Sanktionen.
Er erkannte an, dass Sanktionen nicht nur Russland, sondern auch der US-Wirtschaft schaden könnten. Dennoch zeigt sich der US-Senat entschlossen, intensiv über schärfere Maßnahmen zu beraten.
Merz betonte die Notwendigkeit einer geeinten Haltung zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten für effektive Sanktionen.

