Kaffeepreise im Einzelhandel sinken leicht – Entspannung für Verbraucher
Nach einer Phase stetig steigender Kaffeepreise gibt es nun eine erfreuliche Nachricht für Kaffeeliebhaber: Die Preise für Kaffee-Eigenmarken großer Lebensmittelhändler sind laut einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur erstmals wieder leicht gesunken. In Supermärkten wie Lidl, Kaufland, Aldi Nord und Aldi Süd, Edeka, Netto, Rewe, Penny und Norma sind die Kosten um circa sieben Prozent reduziert worden. So bezahlt man für ein Kilogramm Kaffeebohnen nun zwischen 11,99 und 12,99 Euro, während 500 Gramm gemahlener Röstkaffee ab 5,49 Euro zu haben sind. Marken wie "Bellarom", "Barissimo" und "Gut & Günstig" sind von der Preisreduzierung betroffen.
Der Preisanstieg der vergangenen Jahre ist auf höhere Rohstoffpreise zurückzuführen, die durch schlechte Ernten und Trockenheit in den Anbaugebieten verursacht wurden. Trotz der aktuell leichten Preissenkung im Einzelhandel fehlen Anzeichen für eine dauerhafte Entspannung der Rohstoffkosten. Der Terminkontrakt für Arabica verzeichnete jüngst ein Rekordhoch an der Rohstoffbörse in New York. Diese Entwicklung beeinflusst die weltweiten Kaffeepreise maßgeblich, auch wenn nur ein Teil der Bestände direkt dort gehandelt wird.
Bei den Verbrauchern lösen die hohen Kaffeepreise einen vermehrten Griff zu Sonderangeboten aus, da Kaffee als Eckprodukt eine starke Anziehungskraft im Handel besitzt. Dennoch wirft die Verbraucherorganisation Foodwatch den Supermärkten vor, mit großen Rabattaktionen lediglich PR-Strategien zu verfolgen, während viele andere Produkte, einschließlich Grundnahrungsmitteln, trotz fallender Energie- und Rohstoffkosten, teurer geworden sind. Die Verbraucherpreise für Lebensmittel sind in Deutschland weiterhin hoch und lagen laut Statistischem Bundesamt rund 37 Prozent über dem Niveau von 2020.

