Jefferies-Analyse: Eintrübung für Wacker Chemie
Das renommierte Analysehaus Jefferies hat seine Bewertung für Wacker Chemie herabgestuft. Von einer vorherigen Kaufempfehlung ist der Status nun auf „Hold” gesunken. Ebenfalls nach unten korrigiert wurde das Kursziel des Unternehmens, das nun bei 63 Euro anstatt der zuvor erwarteten 81 Euro liegt. Analyst Chris Counihan untermauert diese Entscheidung mit einer Anpassung seiner Gewinnerwartungen: In den nächsten drei Jahren sollen diese nun im Durchschnitt um 12 Prozent geringer ausfallen. Besonders der Solarmarkt hat eine Schlüsselrolle im Geschäft mit Polysilizium, dessen Aussichten jedoch einen belastenden Einfluss zeigen. In weiteren Geschäftsfeldern wie Silikonen und Polymeren lasten die schwächeren Absatzmärkte der Bauindustrie schwer auf den Ergebnissen. Die Sparte Biosolutions zeigt zudem nur geringe Fortschritte. Diese Faktoren könnten langfristig belastend auf die Erträge sowie die Dividenden- und Investitionsplanung des Spezialchemie-Unternehmens wirken. Solche Entwicklungen zeigen deutlich, dass je nach Sektor unterschiedliche Herausforderungen auf Unternehmen wirken und Branchenexperten hier zunehmend vorsichtiger agieren.

