Bitcoin droht Rückgang auf $70.000: Analyst warnt vor Fed-Liquiditätsschub

Marktkonsolidierung und drohende Rückschläge
Bitcoin (BTC) bewegt sich weiterhin um die $90.000-Marke, nachdem es eine Woche lang kaum Bewegung gezeigt hat. Der Kurs stagniert und kann keine Dynamik in Richtung sechsstelliger Werte aufbauen. Aktuell wird Bitcoin bei etwa $90.300 gehandelt, was einer Veränderung von weniger als 2% in den letzten sieben Tagen entspricht. Der Kurs befindet sich zwischen einer Unterstützung bei $89.300 und einem Widerstand knapp über $94.400.
Der Analyst Doctor Profit warnt davor, dass Bitcoin auf $70.000 fallen könnte. Er verweist auf eine massive, plötzliche Liquiditätszufuhr durch die US-Notenbank, die ein kritisches Warnsignal für alle risikobehafteten Anlagen darstellt. Doctor Profit hat Short-Positionen zwischen $115.000 und $125.000 eröffnet und zielt nun auf einen Rückgang in den Bereich von $70.000 bis $75.000 ab. Er plant, diese Positionen nur dann aggressiv auszubauen, wenn Bitcoin in den Bereich von $97.000 bis $107.000 steigt, was er als letzte Gelegenheit vor einem tieferen Rückgang sieht.
Andere Händler beobachten ebenfalls wichtige Kursniveaus. Titan of Crypto hebt hervor, dass Bitcoin kürzlich an der Unterstützung der Ichimoku-Wolke abgeprallt ist, warnt jedoch, dass ein Verlust dieser Struktur die Wahrscheinlichkeit eines Rückgangs auf niedrigere Preiszonen erhöhen würde. Axel Adler Jr. fügt hinzu, dass der Bereich um $79.000 zu einem bedeutenden Stresstest für langfristige Anleger werden könnte, falls der Verkaufsdruck zunimmt.
Liquiditätswarnung und strukturelle Herausforderungen
Neben charttechnischen Mustern tragen auch makroökonomische Faktoren zur Vorsicht der Investoren bei. Doctor Profit hebt die jüngste Notkreditoperation der Federal Reserve hervor, die in dieser Woche über $106 Milliarden an kurzfristiger Liquidität für Banken bereitgestellt hat. Der Analyst zieht Parallelen zu ähnlichen Maßnahmen im Jahr 2008 und sieht darin ein bedeutendes Warnsignal für die finanzielle Stabilität, das spekulative Anlagen wie Bitcoin beeinflussen könnte.
In einem Marktbericht vom 9. Januar schlägt Adler vor, dass der aktuelle Rückgang im Vergleich zu historischen Standards eher mild ist, obwohl die Stimmung düsterer wird. Laut ihm liegt die Korrektur von Bitcoin vom Höchststand des letzten Jahres bei etwa 29%, was deutlich geringer ist als die 70% bis 90% Einbrüche in früheren Bärenmärkten. Seine Analyse platziert BTC etwa zwei Mal über seinem kumulierten Wert der zerstörten Tage (CVDD) im Fair-Value-Modell, einer Zone, die oft frühe Bärenmarktbedingungen markiert, anstatt einer vollständigen Kapitulation.
Die Stimmung in der Community ist ebenfalls gemischt und spiegelt die Unsicherheit wider. Investor Merlijn The Trader bringt es auf den Punkt: „Price doesn’t lift on belief. It lifts when structure is repaired and liquidity returns.“ Mit der weiterhin fragilen Struktur von Bitcoin und den makroökonomischen Warnsignalen intensiviert sich der Kampf um die nächste große Richtungsbewegung.

