Stabile Konsumstimmung in den USA – Überraschender Anstieg im Januar
Die Verbraucherstimmung in den USA zeigt sich im Januar deutlich verbessert. Der von der Universität Michigan ermittelte Index für das Konsumklima kletterte um 1,1 Punkte auf 54,0 Punkte, wie die kürzlich veröffentlichte erste Schätzung zeigt. Dies markiert den höchsten Stand seit September und übertrifft die Erwartungen von Analysten, die mit 53,5 Punkten gerechnet hatten. Auffällig ist, dass sich insbesondere bei Haushalten mit niedrigerem Einkommen die Kauflaune gesteigert hat, während sie bei den einkommensstärkeren Schichten nachließ.
Beide Komponenten des Konsumklimas, sowohl die Erwartungen der Verbraucher als auch die aktuelle Lagebewertung, legten zu. Der Einfluss der US-Zölle auf Importe aus zahlreichen Ländern scheint an Besorgnis unter den Konsumenten verloren zu haben. Dennoch bleiben die Verbraucher bezüglich der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und dem Arbeitsmarkt zurückhaltend, wie Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage erläutert. Bemerkenswert ist auch, dass der Großteil der Befragungen durchgeführt wurde, bevor die USA jüngst in Venezuela intervenierten.
Die Erwartungshaltung bezüglich der Preisentwicklung auf kurze Sicht verharrt bei 4,2 Prozent und bleibt damit konstant, obwohl ein Rückgang prognostiziert wurde. Auf längere Sicht jedoch zogen die Inflationserwartungen von 3,2 auf 3,4 Prozent an, was leicht über den Schätzungen der Experten liegt. Der von der Universität Michigan entwickelte Indikator basiert auf telefonischen Befragungen von rund 500 Haushalten und setzt sich aus Bewertungen zur aktuellen finanziellen und wirtschaftlichen Lage sowie den Zukunftserwartungen zusammen.

