Neue Hoffnung auf Zinssenkungen beflügelt US-Märkte
Die Veröffentlichung gemischter Arbeitsmarktdaten in den Vereinigten Staaten nährt die Hoffnung auf künftig sinkende Zinsen durch die US-Notenbank Fed und hat den US-Börsen am Freitag einen soliden Start beschert. Der Dow Jones Industrial zeigte sich im frühen Handel leicht positiv und stieg um 0,1 Prozent auf einen Stand von 49.316 Punkten.
Die jüngsten Zahlen vom Arbeitsmarkt präsentieren sich als zweischneidiges Schwert. Zwar blieb das Beschäftigungswachstum hinter den Erwartungen zurück, jedoch verbesserte sich die Arbeitslosenquote. Diese Entwicklungen dürften jenen Rückenwind geben, die schnellere Zinssenkungen von der Fed fordern.
Auch der S&P 500 konnte zulegen und verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 6.934 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq verzeichnete der Nasdaq 100 einen Zugewinn von 0,1 Prozent, womit er nun bei 25.540 Punkten notiert.
Die Finanzmärkte wurden zudem von einer präsidentiellen Entscheidung beeinflusst. Donald Trump hat den Kauf von Hypothekenanleihen im Wert von 200 Milliarden US-Dollar angeordnet, um Immobilienkredite zu verbilligen. Hypothekenanbieter wie Rocket Companies und Opendoor Technologies profitierten von diesem Schritt, mit Kursgewinnen von 5,7 Prozent beziehungsweise 12 Prozent.
Für weitere Schlagzeilen sorgte ein Übernahmeangebot im Pharmasektor. Merck & Co plant laut der Financial Times die Übernahme des Krebsspezialisten Revolution Medicines. Dieser Vorstoß ließ die Aktien von Revolution Medicines um 6,5 Prozent steigen, während Merck & Co selbst um 1,2 Prozent zulegte. Der Kaufpreis soll zwischen 28 und 32 Milliarden Dollar liegen.
Auf der negativen Seite musste General Motors einen Rückschlag hinnehmen. Die Aktien fielen um 3 Prozent, da der Konzern wegen hoher Abschreibungen auf Elektroautos und Sonderkosten für den Umbau in China Verluste in Milliardenhöhe verkraften muss.
Positiv fielen die Aktien von Southwest Airlines mit einem Anstieg von 3,4 Prozent auf. JPMorgan hat seine Einschätzung zugunsten der Airline geändert und sieht nun eine Übergewichtung im Portfolio als ratsam an. Besonders der optimistische Ausblick für das Jahr 2026 trägt zu dieser Neubewertung bei.

