Japanischer Investment-Gigant Asset Management One Co. setzt auf kleine und mittelgroße Unternehmen
Die renommierte japanische Investmentgesellschaft Asset Management One Co. plant, ihre Investitionen in kleine und mittelgroße Unternehmen zu erweitern, da deren Bewertungen zunehmend attraktiv erscheinen. Unter der Leitung von Fondsmanager Tomonobu Sekiguchi verfolgt die Firma einen strategischen Kurswechsel, während sie gleichzeitig ihre Beteiligungen an KI-bezogenen Aktien beibehält, obwohl diese bereits erhebliche Wertsteigerungen verzeichnet haben.
Sekiguchi hebt hervor, dass insbesondere Aktien von Unternehmen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis unter 20 und solide Wachstumsaussichten ein hohes Investitionspotenzial bieten. Diese Neuausrichtung erfolgt in einer Phase, in der das Interesse an kleinen und mittelgroßen Unternehmen in Japan wächst. Unterstützt wird dies durch die positive Performance des TOPIX Small Index und TOPIX Mid 400 Index, die beide in diesem Jahr um etwa 18 % gestiegen sind und damit den breiteren Topix übertreffen.
In diesem Jahr erzielte der Fonds von Asset Management One einen beeindruckenden Zuwachs von 39 %. Dieser Erfolg ist maßgeblich der starken Kursentwicklung der großen Beteiligungen wie dem Elektrokabelhersteller Fujikura und dem Bauunternehmen Kandenko zu verdanken. Insbesondere die Aktien von Fujikura erlebten seit Februar 2024 einen Anstieg um mehr als 1.000 %, einhergehend mit einem Boom der Investitionen im KI-Sektor. Dennoch zeigt sich Sekiguchi vorsichtig gegenüber weiteren Investitionen in Fujikura, da deren Bewertung auf ein bisher nie erreichtes Kurs-Gewinn-Verhältnis von 28 gestiegen ist.
Trotz der Volatilität in der KI-Branche, wie durch den „DeepSeek Shock“ zu Jahresbeginn demonstriert, bleibt Sekiguchi seinen Investitionen treu und verfolgt eine langfristige Strategie mit einem zwei- bis dreijährigen Anlagehorizont. Er betont die Bedeutung, sich auf Unternehmen zu konzentrieren, deren Erträge tatsächlich wachsen.
Zusätzlich prüft Sekiguchi Investitionen in regionale Bankaktien, da sich die Ertragslage bei steigenden Reallöhnen verbessert hat und die Aussicht auf Zinserhöhungen besteht. Doch höhere Zinsen könnten auch Risiken für kleinere Unternehmen mit schwächeren Finanzstrukturen mit sich bringen, was die Notwendigkeit einer sorgfältigen Aktienauswahl unterstreicht.

