Jagd nach den Schätzen des Alls: NASA und Startups setzen auf Asteroidenbergbau
Die Vision, das wirtschaftliche Potenzial von Asteroiden zu erschließen, könnte entweder die kühnsten Träume aller Amerikas finanzieren oder die globale Wirtschaft destabilisieren. Genau dieses riskante Vorhaben verfolgen NASA und eine Reihe innovativer US-Startups, indem sie den bislang unerschlossenen Reichtum der Asteroiden als Chance sehen.
Die von NASA initiierte Psyche-Mission, die 2029 die metallreiche Zielastoid 16 Psyche ansteuern soll, bildet das Herzstück dieser Bestrebungen. Mit dem Ziel, die Zusammensetzung dieses Asteroiden über zwei Jahre hinweg zu kartieren, wurde das Projekt im Oktober 2023 mit einer SpaceX Falcon Heavy-Rakete gestartet. Unter der Führung der Wissenschaftlerin Lindy Elkins-Tanton von der Arizona State University wird vermutet, dass dieser Asteroid mit Eisen, Nickel und anderen wertvollen Metallen in Billionenwerten angereichert ist.
Gleichzeitig bemühen sich US-Startups darum, den Abbau dieser Materialien wirtschaftlich nutzbar zu machen. So entwickelt das kalifornische Unternehmen TransAstra Techniken, die konzentrierte Solarenergie einsetzen, um Metalle aus wasserhaltigen Himmelskörpern zu gewinnen. Dieses Verfahren wird vom CEO des Unternehmens, Joel Sercel, treffend als Nutzung der Sonne als „Brenner“ bezeichnet.
Der Vorstoß, den kosmischen Bergbau zu kommerzialisieren, birgt jedoch Risiken. Eine unkontrollierte Extraktion dieser Ressourcen könnte ähnliche Marktschwankungen erzeugen wie frühere Rohstoffbooms, eine potenzielle Preisimplosion verursachend und die Abbauindustrie der Erde in Schwierigkeiten bringen.
Bemerkenswert ist, dass TransAstra im letzten Herbst knapp die Möglichkeit verpasste, mit dem Mini-Mond 2024 PT5 einen Testlauf durchzuführen. Solche Gelegenheiten bieten sich nur selten, was das Unternehmen in die Riege der ersten Startup-Pioniere des Weltraumbergbaues katapultiert – ein Bereich, der bereits von Initiativen wie der 2012 gegründeten Planetary Resources inspiriert wurde.

