IWF-Prognose: Deutschland mit minimalem Wachstumsschub erwartet
Der Internationale Währungsfonds (IWF) zeigt sich zuversichtlicher hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Dank milder ausfallender US-Zölle und einem umfangreichen Infrastruktur- und Verteidigungspaket prognostiziert die Organisation für das laufende Jahr ein geringes Wachstum von 0,1 Prozent, nachdem zuvor Stagnation befürchtet wurde. Für das Jahr 2026 bleibt man bei einem Wachstumsausblick von 0,9 Prozent.
Parallel dazu überrascht das gestiegene Verbrauchervertrauen in den USA, das im Juli unerwartet zulegte. Der Konsumindikator des Conference Boards stieg um 2,0 Punkte auf 97,2 Punkte. Ein positiver Effekt, der Volkswirte aufhorchen lässt, da mit einer geringeren Anpassung gerechnet wurde. Der revidierte Vormonatswert wuchs ebenfalls moderat.
In der Eurozone sinken die kurzfristigen Inflationserwartungen der Konsumenten weiter und lagen im Juni bei 2,6 Prozent. Während sich der Kreml bedeckt zu den jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump äußert, zeigt das deutsche IAB positive Signale auf dem Arbeitsmarkt. Das Arbeitsmarktbarometer erreicht erstmals seit langem wieder einen neutralen Wert.
Spanien präsentiert sich mit einem stabilen Wachstum. Das Bruttoinlandsprodukt legte im zweiten Quartal mehr zu als Experten prognostiziert hatten, was die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zusätzlich stärkt.

