Israel plant dauerhafte Sicherheitszone im Gazastreifen – Widerspruch zu Trumps Plan

Israel hat klargestellt, dass seine Streitkräfte den Gazastreifen aller Voraussicht nach nicht vollständig verlassen werden. Verteidigungsminister Israel Katz kündigte an, dass es innerhalb des Küstengebiets eine bedeutende Sicherheitszone geben wird, die unter israelischer Kontrolle bleibt. Seine Ausführungen machte er auf einer Konferenz der pro-siedlerischen Zeitung 'Makor Rischon'. Katzs Aussagen widersprechen dem Friedensplan des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, der einen stufenweisen Abzug der israelischen Truppen aus der Region vorsieht.
Trotz einer möglichen Entwaffnung der Hamas und des Fortschritts in der von Trump skizzierten zweiten Phase des Friedensplans, sieht Katz keine vollständige Abkehr Israels aus Gaza vor. Die geplante Sicherheitszone könnte laut Katz auch neue israelische Siedlungen im Norden des Gebiets schützen. Diese Aussage führt zu erneutem Widerstand, da der Friedensplan eine Übergabe der Stabilisierung an internationale Truppen vorsieht und Israel lediglich eine nicht näher bezeichnete Sicherheitspräsenz an den Außengrenzen gestattet.
Israel Katz, ein prominenter Politiker der rechtskonservativen Likud-Partei, äußerte bereits zuvor ähnliche Gedanken, lenkte jedoch nach Kritik ein. Nun betonte er auf der Konferenz erneut seine Entschlossenheit, ohne Zugeständnisse: „Ich lege nie den Rückwärtsgang ein.“ Der Trump-Plan sieht vor, dass die israelische Armee ihre Präsenz schrittweise reduziert, wobei die Sicherheit langfristig von internationalen Einheiten gewährleistet werden soll. Israel würde unter dieser Vereinbarung eine Sicherheitspräsenz entlang der peripheren Grenzen aufrechterhalten können – so lange, bis definitiv keine Bedrohung mehr aus dem Gazastreifen ausgeht.

