Gaza-Geiseln

Israel fordert Geiselfreilassung - Sonst Krieg

11. Februar 2025, 21:04 Uhr · Quelle: dpa
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu droht mit einer Fortsetzung des Gaza-Kriegs, wenn die Hamas weitere Geiselfreilassungen verweigert. Er stellt ein Ultimatum bis Samstag.

Tel Aviv/Jerusalem (dpa) - Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat der Hamas mit einer Fortsetzung des Gaza-Kriegs gedroht, wenn sie die israelischen Geiseln nicht bis Samstag freilässt. Wie viele Geiseln freigelassen werden müssen, ließ er in einer Video-Ansprache nach dem Ende einer mehrstündigen Sitzung des Sicherheitskabinetts offen. 

«Wenn die Hamas unsere Geiseln nicht bis Samstagmittag zurückgibt, wird der Waffenstillstand enden und die IDF (die Armee) wird die intensiven Kämpfe bis zur endgültigen Niederlage der Hamas wieder aufnehmen», warnte Netanjahu. 

Damit blieb unklar, ob sich Israel dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump anschließt, alle israelischen Geiseln müssten bis Samstagmittag freigelassen werden. Dies sei Absicht, zitierte die Zeitung «Times of Israel» einen israelischen Beamten. Israel wolle sehen, wie die Hamas reagiert.

Israelische Medien berichteten, die Regierung in Jerusalem fordere die Freilassung aller noch lebenden Geiseln, die während der ersten Phase der Vereinbarungen zur Waffenruhe und dem Geiseldeal freikommen sollten. Das wären neun Verschleppte. Sie müssten nicht unbedingt alle am Samstag freikommen. Es könnten auch drei am Samstag und weitere in den folgenden Tagen sein. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht. 

Die islamistische Hamas teilte daraufhin mit, sie werde sich an die Vereinbarung für die Waffenruhe halten, solange dies auch Israel tue. Zugleich erneuerte sie ihren Vorwurf, dass Israel seinen Verpflichtungen nicht nachkomme und deshalb die Verantwortung für «jegliche Komplikationen oder Verzögerungen» trage. Am Montag hatten die Islamisten angekündigt, die Freilassungen so lange auszusetzen, wie sich Israel nicht an die Vereinbarungen halte. Israel wertete dies als Bruch der Vereinbarungen.

Die von US-Präsident Donald Trump daraufhin ultimativ geforderte Freilassung aller Geiseln bis Samstagmittag wurde von den Mitgliedern des Sicherheitskabinetts von Regierungschef Benjamin Netanjahu zwar begrüßt, aber offenbar nicht in vollem Umfang übernommen. 

Die Vereinbarung über die Waffenruhe und der Geiseldeal sehen eigentlich vor, dass während einer ersten Phase nach und nach 33 Geiseln gegen 1.904 inhaftierte Palästinenser ausgetauscht werden. Trump hatte vorgeschlagen, die Waffenruhe aufzukündigen, falls nicht alle Geiseln bis Samstagmittag frei sein sollten. Ansonsten «bricht die Hölle los», drohte er in Washington. Die Entscheidung darüber liege aber bei Israel. Insgesamt sind noch 76 Geiseln in der Gewalt von Islamisten im Gazastreifen, von denen 36 nach israelischen Angaben nicht mehr am Leben sind. 

Bisher ließ die Hamas bei fünf Austauschaktionen insgesamt 16 Geiseln frei. Israel setzte im Gegenzug Hunderte palästinensische Häftlinge auf freien Fuß. Von den restlichen Geiseln der ersten Phase gelten acht als tot, neun sollen noch am Leben sein.

Konflikte / Diplomatie / Nahost / Israel / Palästinensische Gebiete
11.02.2025 · 21:04 Uhr
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