Iran und IAEA: Neue Gesprächsrunde angekündigt
Der Iran signalisiert eine neue Phase der Gespräche mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), wie Außenamtssprecher Ismail Baghai jüngst auf einer Pressekonferenz verlauten ließ. Das genaue Datum sowie der Ort für das geplante Treffen bleiben jedoch vorerst im Verborgenen. Diese Entwicklung folgt auf die im Juli ausgesetzten Kooperationsbemühungen, als der Iran die angebliche Untätigkeit der IAEA gegenüber den Attacken Israels und der USA auf iranische Nuklearanlagen kritisierte.
Teheran gab letzte Woche dem IAEA-Vizegeneraldirektor Massimo Aparo in der Hauptstadt die Ehre eines Besuches, um die künftige Kollaboration zu besprechen. Doch die von der IAEA geforderte Inspektion der Nuklearanlagen blieb aus, resultierend in der Übereinkunft, lediglich weitere Verhandlungen anzustreben.
Die westlichen Staaten, allen voran Israel und die USA, zeigen sich besorgt, dass der Iran ein Atomwaffenprogramm verfolgt, Anschuldigungen, die von Teheran vehement zurückgewiesen werden. Die Vergangenheit zeigte schwierige Verhandlungen zwischen Washington und Teheran, die trotz intensiven Austauschs ergebnislos blieben.
Andere Gespräche mit den USA sind laut Baghai derzeit nicht geplant, hingegen wird der Dialog mit den E3-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien fortgesetzt. Die letzte Gesprächsrunde dieser Art wurde im vergangenen Monat in Istanbul abgehalten. Gleichzeitig nähern sich die Vereinbarungen des Wiener Atomabkommens von 2015 ihrem formalen Ende im Oktober. Dies könnte die E3-Staaten veranlassen, bei den Vereinten Nationen die Reaktivierung früherer Sanktionen zu beantragen, sofern der Iran den Inspektionsbedingungen und ihrer zentralen Forderung nach Informationen über eine erhebliche Menge hochangereicherten Urans nicht nachkommt.

