Intesa Sanpaolo überrascht mit soliden Quartalszahlen
Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo hat im dritten Quartal ein beachtliches Ergebnis erzielt, das die Erwartungen vieler Analysten übertraf. Mit einem Nettogewinn von 2,37 Milliarden Euro schloss die Bank nahezu an das Vorjahresergebnis an, während Experten zuvor von einem Rückgang auf 2,3 Milliarden Euro ausgegangen waren. Dennoch musste Italiens größtes Geldhaus einen Rückgang im klassischen Kreditgeschäft hinnehmen, was sich in einem Kursverlust der Aktie von 4 Prozent niederschlug.
Angesichts des abnehmenden Wachstums durch höhere Zinsen setzt der Vorstandsvorsitzende Carlo Messina vermehrt auf Einnahmen aus dem Versicherungs-, Vermögens- und Vermögensverwaltungsgeschäft. Mit einem ambitionierten Ziel, die Jahresgewinne auf über 9 Milliarden Euro zu steigern, zeigt die Bank eine solide Leistung mit bisher fast 7,6 Milliarden Euro Gewinn nach neun Monaten – eine Steigerung von rund 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig strebt Intesa Sanpaolo Kostenoptimierungen an, unter anderem durch Personalabbau und die Rationalisierung des Immobilienbestands.
Anders als einige Konkurrenten verzichtet die Bank bewusst auf Übernahmen und Beteiligungen. Stattdessen plant Messina, mehr Gewinn an die Aktionäre auszuschütten. Neben der regulären Dividende dürfen sich die Anleger auf eine zusätzliche Ausschüttung freuen, deren Höhe jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden soll.

