Interview mit Peter Fricke, Vorsitzender der TENTE Gesellschafterversammlung und Vorstand der TENTE Stiftung
Wermelskirchen, 30.04.2025 (PresseBox) - Waswaren Ihre Lieblingsprojekte bei TENTE in den vergangenen 25 Jahren?
Peter Fricke: Dazu gehören einige, aber lassenSiemich eine besondere Erfolgsgeschichte herausgreifen:Im Jahr2000haben wir einen kleinenfranzösischen Rollenhersteller im DorfLa Barrein der Nähe von Besançon übernommen. Wir habenin moderne Anlagen und Produkte investiert und den Vertrieb der Produkte internationalisiert. Heute sind wirmit TENTE La Barreweltweit inderMöbelindustrie,derMedizintechnik und sogar der Luxusbrancheexklusiver Lieferant. Der UmsatzvonTENTE La Barrehat sich profitabel fast verzehnfacht.Das nächste Lieblingsprojekt ist dann der Campus.
Warum haben Sie das Schulungs- und Markenzentrum Campus in Wermelskirchen erbaut?
Peter Fricke: Mit dem Campus präsentieren wir TENTE und unsere Produkte als Marke und haben damit zugleich unseren Markenauftritt modernisiert.Marken können Orientierung geben.Markenkönnenfür viele desillusionierte Kunden, sogar für frustrierte Bürger Ersatz für Parteien und Kirchen werden.Wir haben es geschafft, dass Rollen und Räder als TENTE-Marke bekannt sind. Unsere Kundenstehen treu zum Unternehmen TENTE,ebenso wie unsere Mitarbeiterinnen undMitarbeiter.Viele von ihnen arbeiten viele Jahre bei uns, manche ihr gesamtes Erwerbsleben, und das in Wermelskirchen, Köln und im Ausland.
Warum bauen Sie jetzt schon wieder in Wermelskirchen?
Peter Fricke: Vor sieben Jahren haben wir unserenCampuserbaut und dann eröffnet. Dieswar mein erstes Bauprojektbei TENTE.Jetzt bauen wir eine Kindertagesstätte für dieTENTE-ROLLEN GmbH in Wermelskirchen, um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Arbeiten und Leben mit Familie zu erleichtern. Hier arbeiten wir wie beim Campus mitdem Wuppertaler ArchitektenbüroMonseMolnar+ Partnerzusammen, weil schon die erste Zusammenarbeit eine reine Freude war. Ende 2025 können Kinder von einem bis sechs Jahren in unserer Kindertagesstätte professionell betreut werden und wir freuen uns, wenn hier Kinderlärm ertönt.
Sie werden sich in der Zukunft noch mehr als bisher für die TENTE Stiftung starkmachen. Wie wichtig ist Ihnen das?
Peter Fricke: Seit der Gründung der TENTE Stiftung engagieren wir uns für soziale Projekte und Einrichtungen. Tausende Euros wurden in engem Austausch mit unseren Kuratoriumsmitgliedern an das Krankenhaus Wermelskirchen, die Feuerwehr, Schulen und Kindertagesstätten in der Region gespendet. So nehmen wir gesellschaftliche Verantwortung wahr.
Ein Herzensprojekt von mir ist der Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Wermelskirchen undderRyleHigh School in Northern-Kentucky. In Kentucky habe ichwährend und nach meinem Studiummeine ersten Berufserfahrungen bei TENTE und anderen Unternehmen gesammelt. Amerika liegt mir am Herzen.DieTENTE Stiftung undmeine ehemalige EnglischlehrerinElkeBergmeisterhaben dieses Programmim Jahr 2005 ins Leben gerufen.Mehrere Hundertamerikanische unddeutsche Schülerinnenund Schülerkonnten von dem Austausch persönlich profitieren.Dazu fällt mir ein Satz vonMark Twainein: „Travelisfataltoprejudice“–Reisen sindfatal für Vorurteile. Das sehe ich auch so. Auf dieses Projekt bin ich besonders stolz.
Was istIhrLieblingsprodukt von TENTE?
Peter Fricke: Die Zentralfeststellung vonKrankenhausbettenwar ein erster Erfolgsmotor für TENTE in den 1950er-Jahren. Heute sind Rollen von TENTE unter der Mehrzahl der Krankenhausbetten und medizinischen Geräte zu finden. Gerade in diesem Jahr bringen wir ein völlig neues Produkt auf den Markt, einenGamechanger, zudeutsch: ein Produkt,dasdie Arbeit völlig verändern kann. Es heißtWeAssist, weil eine smarte, angetriebene Rolle dasPflegepersonalunterstützt. DasSchieben und Abbremseneines Krankenbetts ist mit WeAssistnicht mehr harte Arbeit, sondern leicht zu bewältigen, egal ob auf einer Ebene, einer Rampe oder in engen Gängen. Ich freue mich, dass wir mit demdänischen UnternehmenLINAKbei dieser Entwicklung zusammengearbeitet haben und eine solche Innovation vorstellen können.
Wasistfür Sie wichtig bei der Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen?
Peter Fricke: Meine Eltern haben mir von frühester Kindheit an immer vertraut. Daher ist es mirleichtgefallen,anderen zu vertrauen.Natürlich gab es auch bei TENTE Konflikte, die nicht leicht zu lösen waren. Manchmal mussten wir uns auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Geschäftsführern trennen.Aber über die mehr als 25 Jahre gesehenhaben wir im Unternehmen stabil und gut zusammengearbeitet.
Ich freue mich riesig, wenn TENTEseinen Mitarbeiterinnen und MitarbeiternChancen für Karrieren anbietet, diesesie annehmenund für sich und TENTEZukunft gestalten. Schauen Sie sich die beiden letzten neu besetzten Positionen bei TENTE an:Alexa Engels und André Distel.Beidesindjung undarbeiten dennoch bereits seit vielen Jahre zielgerichtet bei TENTE.
Sie haben uns erzählt, dass Ihnen die Ehefrau eines Geschäftsführers einen Ihrer Lieblingssätze gesagt hat: "Join TENTE and go places". Wofür steht dieser Satz?
Peter Fricke: Seit Jahrzehnten treffen wir uns mit unseren Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern und ihren Partnerinnen und Partnern jährlich zu einer Konferenz an einem der weltweiten TENTE-Standorte. Mit diesen Treffen wertschätzen wir die Arbeit dieser Menschen für unser Unternehmen. Zugleich findet dadurch ein fantastischer Austausch auf persönlicher, kultureller und professioneller Ebene weltweit statt. Das haben wir auch während Krisen getan, nur während der Covid-Lockdowns fanden Treffen nur online statt. Für mich ist dies jedes Mal der größte Motivationsschub. So bilden sich interkulturelle Kompetenz und Freundschaften zwischen Menschen verschiedener Länder und Kulturen. Im nächsten Jahr, 2026, wird dieses Treffen in Wermelskirchen stattfinden.
Gleichzeitigkönnenseit einigen Jahren die kaufmännischen Auszubildendensechs WochenlangzuunserenSchwestergesellschaften nach Barcelonain Spanien, PeterboroughinGroßbritannienoder Aarhusin Dänemark gehen.Die Auszubildenden in der Verfahrenstechnik könnendiese Erfahrungin unserem WerkinSligo in Irlandmachen. Was für eine Chance für junge Leute!Alle sind bisher motiviert und mit glänzenden Augen zurückgekommen.
Zudem haben wir zu verschiedenen Themen Arbeitsgruppen, die ebenfalls international arbeiten und sich treffen, sowie ein Förderprogramm für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich bei TENTE entwickeln möchten. Dieser Austausch über Grenzen hinweg ist für mich eine besondere Freude.

