Inflation in den USA überrascht mit kräftigem Anstieg
Die aktuelle Entwicklung der Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten sorgt für Gesprächsstoff, da die Inflation im Juni überraschend stark um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegte. Dieses Ergebnis, das vom Arbeitsministerium in Washington bekannt gegeben wurde, übertraf die Erwartungen vieler Analysten, die von einem Anstieg von lediglich 2,6 Prozent ausgegangen waren. Noch im Mai hatte die Inflationsrate bei moderaten 2,4 Prozent gelegen.
Der seit Jahresbeginn amtierende US-Präsident Donald Trump setzte bereits früh auf eine drastische Zollregelung und verschärfte diese im April nochmals erheblich. Diese Politik wirkte sich auf die Wirtschaft erwartungsgemäß aus, und Experten hatten bereits zuvor mit einer zunehmenden Preissteigerung in den USA gerechnet.
Unternehmen berichteten zuletzt vermehrt über steigende Betriebskosten, was die Befürchtungen vieler Volkswirte bestätigte, dass diese Kosten über höhere Preise an die Kunden weitergegeben werden könnten. Dies lässt sich auch im Vergleich der Monatswerte ablesen: Die Verbraucherpreise zogen im Juni um 0,3 Prozent an, nachdem sie im Vormonat lediglich um 0,1 Prozent gestiegen waren, was den Prognosen der Wirtschaftsfachleute entsprach.
Bemerkenswert ist zudem die Entwicklung der Kerninflationsrate, die ohne die schwankenden Energie- und Nahrungsmittelpreise berechnet wird. Hier zeigte sich ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent, eine Entwicklung, die von Analysten antizipiert worden war.

