Industrieproduktion und Arbeitsmarkt im Fokus: Eurostat und Fed geben Einblicke
Die aktuelle Entwicklung der Industrieproduktion in der Eurozone präsentiert sich überraschend moderat. Laut Eurostat ging die Produktion im August um lediglich 1,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurück. Experten hatten ursprünglich mit einem stärkeren Rückgang von 1,6 Prozent gerechnet. Im Juli hatte die Produktion noch um revidierte 0,5 Prozent zugelegt, nachdem zuvor ein Anstieg von 0,3 Prozent veröffentlicht worden war.
In den USA liefert Fed-Präsident Jerome Powell Anhaltspunkte zu möglichen weiteren Zinssenkungen, indem er auf Risiken im Arbeitsmarkt hinweist. Der August zeichnete sich durch eine erhebliche Verlangsamung der Lohnzuwächse aus, was wohl mit einer abnehmenden Beschäftigungsdynamik zusammenhängen dürfte. Powell beschrieb den Markt als weniger dynamisch und anfällig für Beschäftigungsrisiken.
Währenddessen verzeichnet der deutsche Arbeitsmarkt Fortschritte im Bereich der Integration ukrainischer Geflüchteter. Der Anteil der ukrainischen Beschäftigten hat sich seit ihrer Einreise binnen zwei Jahren bis Ende 2024 verdreifacht und beträgt nun 0,6 Prozent, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mitteilte.
Das Bundeskabinett hat unterdessen ein Sparpaket geschnürt, um die Krankenkassenbeiträge bis 2026 stabil zu halten. Gesundheitsministerin Nina Warken strebt mit einem zwei Milliarden Euro umfassenden Paket an, die Ausgabendisziplin, insbesondere bei den Kliniken, zu verbessern. Der Vorstoß stößt auf Kritik aus verschiedenen Interessengruppen.
Zusätzlich wurde die Einführung einer Aktivrente beschlossen, die es Beschäftigten im Rentenalter ermöglichen soll, bis zu 2.000 Euro pro Monat steuerfrei dazu zu verdienen. Der Start ist für den 1. Januar 2026 vorgesehen und das entsprechende Gesetz geht nun in die parlamentarische Auswertung.

