Indus Holding überrascht mit starkem Quartal und Kursfeuerwerk
Die Beteiligungsgesellschaft Indus Holding konnte nach einem enttäuschenden ersten Halbjahr im dritten Quartal mit gestiegenem operativen Ergebnis brillieren. Vorstandschef Johannes Schmidt verkündete bei der Vorstellung der Geschäftszahlen, dass das Kostenmanagement des Unternehmens Früchte trage. Er beschrieb das Quartalsergebnis als das stärkste seit Anfang 2024 und bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr. Die Börse reagierte begeistert, und der Aktienkurs schoss auf das höchste Niveau seit Ende Juli. Die Indus-Aktie avancierte temporär um bis zu zehn Prozent, zuletzt notierte sie mit rund neun Prozent Kursgewinn bei 23,60 Euro. Sie gehörte damit zu den Favoriten im SDax, was auch von Analysten von MWB Research positiv kommentiert wurde.
Trotz eines schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds verspürt Indus nach Angaben von Schmidt in allen Segmenten einen positiven Trend. Besonders im Geschäftsbereich Engineering kam es durch langfristige Projekte im Anlagenbau zu einem Anstieg der Bestellungen um über ein Drittel. Allerdings weist der mit dem Zukauf des Bolzenschweißspezialisten HBS gestärkte Geschäftsbereich noch gewinnseitige Defizite auf, da das operative Ergebnis im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 25 Prozent zurückging. Dagegen zeigten sich die Segmente Infrastruktur und Materials Solutions ergebnisstark.
Dieser Erfolg führte dazu, dass der um Sondereffekte bereinigte Gewinn des Konzerns vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) im Vergleich zum Vorjahresquartal um zehn Prozent auf über 48 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Nach neun Monaten bleibt die operative Kennziffer jedoch mehr als elf Prozent unter dem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr 2025 hält das Management an einer Prognose zwischen 130 und 165 Millionen Euro fest, entgegen den ursprünglich höheren Erwartungen, die durch US-Zölle angepasst werden mussten. Der Umsatzzielrahmen von 1,70 bis 1,85 Milliarden bleibt bestehen, während der Quartalsumsatz leicht auf 437,4 Millionen Euro zurückging.

