Inditex überrascht zum Winterstart mit zweistelligem Wachstum
Inditex legt im November zweistellig zu
Der Zara-Mutterkonzern ist besser ins Weihnachtsquartal gestartet als gedacht. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, stiegen die währungsbereinigten Umsätze im November – inklusive des Black-Friday-Geschäfts – um 10,6 Prozent. Analysten hatten mit deutlich geringeren Zuwächsen gerechnet.
Auch im dritten Quartal (bis Ende Oktober) übertraf Inditex die Prognosen. Der Umsatz legte um 8,4 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro zu, der Bruttogewinn stieg um 6,2 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro.
Warmes Wetter bremst kaum
Dass sich der Oktober vielerorts eher wie Spätsommer als wie Herbst anfühlte, schien Inditex kaum zu belasten. Der langjährige Modeindikator konnte seine Wachstumsdynamik halten – ein Effekt, den Analyst William Woods von Bernstein vor allem der starken Konsumlaune im Heimatmarkt zuschreibt. Spanien steuert rund 20 Prozent zum Konzernumsatz bei.
„Spanien läuft einfach phänomenal, die Wirtschaft funktioniert und die Leute kaufen mehr Kleidung“, sagte Woods.
Signalwirkung für die Fast-Fashion-Branche
Inditex’ Zahlen werden in der Branche genau gelesen. Mit Marken wie Pull & Bear, Massimo Dutti, Bershka, Stradivarius und Oysho gilt der Konzern aus A Coruña als Taktgeber für das gesamte Fast-Fashion-Geschäft. Die robusten Novemberdaten deuten darauf hin, dass die Nachfrage zum Jahresende trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten stabil bleibt.


