Indiens Börsenaufsicht entlastet Adani Group teilweise – Aktienkurse steigen deutlich
Die Aktien der Adani Group haben am Freitag beeindruckende Kursgewinne zwischen 1% und 10% erzielt, nachdem Indiens Marktaufsichtsbehörde, die Securities and Exchange Board of India (SEBI), wesentliche Teile der Vorwürfe seitens des Leerverkäufers Hindenburg Research gegen den indischen Milliardär Gautam Adani und sein Konglomerat zurückgewiesen hat.
Zwar hat die SEBI zwei der gegen die Adani Group erhobenen Anschuldigungen entkräftet, jedoch stehen noch 22 weitere Entscheidungen aus. Besonders hervorstechend war die Entwicklung bei Adani Total Gas, das einen sprunghaften Anstieg von 10% verzeichnete. Auch Adani Enterprises, das Flaggschiff des Unternehmens, konnte um 4,3% zulegen.
Adani Power profitierte ebenfalls erheblich mit einem Plus von 7,4%, nachdem Morgan Stanley die Berichterstattung über den Stromerzeuger mit einem "Übergewichten"-Rating aufgenommen hatte. Die SEBI hatte ihre Untersuchungen eingeleitet, nachdem das in den USA ansässige Hindenburg Research der Adani Group vorwarf, Steueroasen zu nutzen und Transaktionen mit nahestehenden Parteien zu verschleiern. Obwohl die Adani Group die Anschuldigungen stets bestritt, verlor sie damals 150 Milliarden Dollar an Marktwert. Inzwischen haben sich die Kurse der meisten Aktien jedoch wieder erholt.
Gautam Adani, der Vorsitzende der Adani Group, kommentierte am späten Donnerstag auf der Social-Media-Plattform X: "SEBI hat bestätigt, was wir immer gesagt haben: Die Hindenburg-Anschuldigungen waren grundlos. Transparenz und Integrität haben die Adani Group immer definiert."
An anderen Stellen legten auch Adani Ports um 2% sowie Adani Green und Adani Energy Solutions um jeweils fast 4% zu.

