Hypoport überrascht mit Gewinn, aber Aktienkurs fällt drastisch
Der Finanzdienstleister Hypoport zeigt Anzeichen einer Erholung, insbesondere im Geschäft mit privaten Immobilienfinanzierungen. Im zweiten Quartal konnte das Unternehmen den Umsatz signifikant steigern und den operativen Verlust aus dem Vorjahreszeitraum in einen Gewinn umwandeln. Vorläufige Zahlen zeigten einen Anstieg des operativen Ergebnisses auf 3,6 Millionen Euro, nachdem im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch ein Verlust von 2,5 Millionen Euro zu verzeichnen war. Der Umsatz stieg um 30 Prozent auf 111 Millionen Euro.
Diese positiven Nachrichten konnten jedoch nicht verhindern, dass die Hypoport-Aktie am Dienstag massiv einbrach. Der Kurs fiel um rund 24 Prozent auf 264,20 Euro und erreichte damit den niedrigsten Stand seit fünf Wochen. Obwohl die Aktie seit Jahresbeginn um etwa die Hälfte gestiegen ist, reagierten Anleger enttäuscht auf das Ausbleiben einer Prognoseerhöhung. Der Handel der Aktie musste zeitweise aufgrund der starken Schwankungen unterbrochen werden.
Laut Marktbeobachtern hatten investitionsfreudige Anleger gehofft, dass Hypoport seine Jahresziele anheben würde, was jedoch nicht der Fall war. Stattdessen fielen auch Aussagen zum Gesamtjahr aus. Dies und die weiterhin bemängelte operative Profitabilität des Unternehmens trugen zur negativen Kursentwicklung bei. Analyst Jochen Schmitt von der Privatbank Metzler hatte bereits Ende Juni gewarnt, dass der Aktienkurs von über 300 Euro zu optimistischen Gewinnwachstumsannahmen entsprach.
Die detaillierten Quartalszahlen wird Hypoport am 12. August vorlegen. Es bleibt abzuwarten, ob das Unternehmen dann weitere Einblicke in seine strategische Ausrichtung und zukünftige Ziele geben wird.

