Hurrikan „Melissa“ hinterlässt Spur der Verwüstung in der Karibik
In Haiti sorgt der Hurrikan „Melissa“ für eine verheerende Situation. Durch anhaltende Regenfälle trat der Fluss La Digue über die Ufer, was bisher mindestens 20 Menschen das Leben kostete und zehn weitere Personen als vermisst meldete. Erstaunlich ist die bedrückende Tatsache, dass die Hälfte der Toten Kinder sind. Wie Emmanuel Pierre, der Leiter des Zivilschutzes, informiert, dauern die Suchaktionen unvermindert an.
Die Katastrophe ereignete sich am frühen Mittwochmorgen im Westen Haitis. Medien wie "Le Nouvelliste" und Radio Télévision Caraïbes berichteten zuerst von acht Opfern; mittlerweile wurde diese Zahl erhöht und könnte weiter steigen. Besonders die Region Petit Goâve hat erheblichen Schaden genommen, wo zahlreiche Ortschaften überschwemmt wurden. Augenzeugen berichteten von mitgerissenen Häusern, Autos und Vieh – ganze Felder wurden zerstört.
„Melissa“ zeigt ein monströses Naturell, indem sie nicht nur Haiti, sondern auch andere Karibikstaaten heimsuchte. Mit voller Intensität traf der Sturm bereits Jamaika und Kuba, auf dem weiteren Weg in Richtung der Bahamas. Auch Nachbarländer berichten von starken Regenfällen, Erdrutschen und heftigen Windböen. Vor dem aktuellen Unglück kamen in Haiti drei Menschen ums Leben, und in der Dominikanischen Republik fiel ebenfalls ein Todesopfer dem Unwetter zum Opfer.
Auf Jamaika wurden nach dem Sturm drei verstorbene Personen gefunden, wie lokale Medien unter Berufung auf Polizeiquellen bekanntgaben. Bislang gibt es aus Kuba keine Berichte über Todesopfer.

