Hotelstreik in Boston und Connecticut: 1.100 Beschäftigte im Ausstand
Fast 1.100 Mitarbeiter, darunter Rezeptionisten und Zimmermädchen, traten am Sonntagmorgen in den Streik, nachdem die Tarifverhandlungen ergebnislos blieben. Betroffen sind fünf Hotels in zwei Städten, die Planung sieht vor, dass diese Arbeitsniederlegung drei Tage dauert.
Der Arbeitskampf betrifft das Fairmont Copley Plaza, Hilton Boston Park Plaza, Hilton Boston Logan Airport und Hampton Inn Boston Seaport District in Boston sowie das Hyatt Regency Greenwich in Connecticut. Weitere Streiks in anderen Städten sind nicht ausgeschlossen.
Seit Mai führen Mitarbeiter von Hilton Hotels, Hyatt Hotels, Marriott Hotels & Resorts und Omni Hotels & Resorts in etwa zwölf Städten, von Honolulu bis Boston, schwierige Verhandlungen. Die Beschäftigten, vertreten durch die Gewerkschaft Unite Here, fordern höhere Löhne und eine Reaktion auf die pandemiebedingten Kürzungen beim Personal und Service, die sie stark beanspruchen.
„Die Hotelindustrie hat sich von der Pandemie erholt, und die Zimmerpreise sind auf Rekordhoch“, sagte Gwen Mills, internationale Präsidentin von Unite Here, in einer Erklärung vor dem Streik. „Doch die Hotelangestellten können es sich nicht leisten, in den Städten zu leben, in denen sie arbeiten. Viele müssen zwei oder drei Jobs annehmen, um über die Runden zu kommen.“
Die betroffenen Hotels planen, den Betrieb aufrechtzuerhalten, möglicherweise mit angepasstem Service. Allerdings werden die Reisenden nicht immer im Voraus über den Streik informiert. Es empfiehlt sich daher, sich vorab zu erkundigen, um nicht überraschend eine energiegeladene Streiklinie vorzufinden.

