H&M übertrifft Erwartungen im Schlussquartal, kämpft jedoch mit verhaltenem Jahresstart
Der schwedische Modehändler H&M hat das Schlussquartal seines Geschäftsjahres 2024/2025 mit beeindruckenden Ergebnissen abgeschlossen. Trotz eines herausfordernden Marktes gelang es dem Unternehmen, seine Kosten zu senken und das Angebot sowie das Lagermanagement entscheidend zu verbessern, was zu einem überraschend hohen Gewinn führte. Analysten hatten mit einer deutlich schwächeren Performance gerechnet, doch H&M konnte die Erwartungen mit einem operativen Ergebnis von 6,36 Milliarden schwedischen Kronen (rund 603 Millionen Euro) um 38 Prozent übertreffen.
Gleichzeitig zeigte sich der Auftakt ins laufende Jahr weniger dynamisch. Informationen zufolge wird ein Umsatzminus in lokalen Währungen von zwei Prozent für die Wochen von Anfang Dezember bis Ende Januar erwartet. Während die Aktionäre zunächst optimistisch blieben, gab die H&M-Aktie nach den Nachrichten um rund 1,8 Prozent nach. Diese Kursbewegung reflektiert die Zurückhaltung am Markt in Bezug auf den verhaltenen Start ins neue Geschäftsjahr.
Ein weiteres bedeutendes Element der Unternehmensstrategie war die Erhöhung der Marketingausgaben unter der Leitung von CEO Daniel Erver. Diese Maßnahme führte dazu, dass H&M wieder verstärkt Kunden in die Läden und den Online-Shop locken konnte. Gleichzeitig konzentrierte sich der skandinavische Konzern darauf, die Zahl seiner Filialen zu reduzieren und einige Stellen abzubauen, um sich effizienter aufzustellen.
Im Gesamtjahr 2025 konnte H&M einen operativen Gewinnanstieg von über sechs Prozent auf 18,4 Milliarden Kronen verbuchen, während der Nettogewinn mit fast 12,1 Milliarden Kronen um knapp vier Prozent stieg. Dennoch belastete die starke schwedische Krone die Umsatzentwicklung negativ, sodass der Konzern einen Umsatzrückgang in Kronen von fast drei Prozent verzeichnete.
Die jüngsten Entwicklungen bei H&M wurden von Spekulationen über eine mögliche Privatisierung befeuert, insbesondere nachdem die Gründerfamilie Persson ihren Anteil auf mehr als 85 Prozent der Stimmrechte ausgebaut hatte. Der Wettbewerb mit dem spanischen Konkurrenten Inditex bleibt intensiv, insbesondere da diese über eine agilere Lieferkette verfügen. H&M wird sich weiterhin bemühen müssen, in diesem herausfordernden Umfeld Fuß zu fassen.

