Herausfordernde Zeiten für Moderna: Kurssturz nach konservativer Prognose
Moderna, bekannt als zentraler Akteur während der Pandemie, steht derzeit vor erheblichen Herausforderungen. Nach der Bekanntgabe einer reduzierten Umsatzprognose für 2025 erlitt das Unternehmen einen Kursverlust von über 20 Prozent. Im Vorfeld der Präsentation von CEO Stéphane Bancel auf der JP Morgan Healthcare Conference 2025 betonte das Unternehmen die Bedeutung von Kosteneinsparungen, um bis 2028 einen ausgeglichenen Cashflow zu erreichen.
Der Ausblick Modenas ist geprägt von zurückhaltenden Schätzungen, die eine Reduzierung der Barmittelkosten um rund eine Milliarde US-Dollar bis 2024 vorsehen. Der Aktienkurs des Unternehmens, der am 13. Januar bereits um 21 Prozent gefallen war, hat sich bis dato nicht erholt. Damit erreichte Moderna ein Kursniveau, das zuletzt im April 2020 zu beobachten war.
Moderna fokussiert sich in der Zukunftsstrategie auf den Ausbau der Umsätze seiner aktuellen Produkte, namentlich des Covid-19-Impfstoffs Spikevax und des RSV-Impfstoffs mRESVIA. Trotz Einnahmen von 3 bis 3,1 Milliarden US-Dollar in 2024, blieb das Unternehmen unter seinem Ziel von 3,5 Milliarden US-Dollar. Für das Jahr 2025 erwartet Bancel einen Rückgang auf 1,5 bis 2,5 Milliarden US-Dollar.
Um die Profitabilität zu sichern, setzt Moderna auf eine Reihe von Kostensenkungsmaßnahmen, darunter die Reduzierung von F&E-Investitionen. Dies umfasst das Streichen mehrerer klinischer Programme, um rund 1,1 Milliarden US-Dollar einzusparen. Der Fokus liegt auf einem minimalen Nettobarmittelverbrauch von 3,5 Milliarden US-Dollar bis 2025 und einem ausgeglichenen Cashflow bis 2028.
Positiv hingegen ist die Aussicht auf bis zu drei neue Marktzulassungen im nächsten Jahr für verschiedene Impfstoffkandidaten wie den Covid-19-Impfstoff mRNA-1283 sowie einen kombinierten Grippe-Covid-19-Impfstoff und einen RSV-Impfstoff. Weitere vielversprechende Phase-I/II-Daten wurden für Impfstoffe gegen das Epstein-Barr-Virus (EBV), das Varizella-Zoster-Virus (VZV) und das Norovirus veröffentlicht.
Parallel dazu arbeitet Moderna an Behandlungen für Krebserkrankungen und Stoffwechselkrankheiten. Im Krebsbereich werden mRNA-4157 und mRNA-4359 in Kombination mit Merck & Cos Keytruda getestet. Auch in der Erforschung von Stoffwechselkrankheiten zeigt sich Moderna mit den Anwendungen mRNA-3927 und mRNA-3705 ambitioniert.

