Hensoldt bleibt auf Erfolgskurs dank Rüstungsdynamik
Der Rüstungssektor erlebt derzeit eine äußerst dynamische Phase, und der Radar-Spezialist Hensoldt profitiert davon erheblich. Wie CEO Oliver Dörre unlängst mitteilte, zeigt sich die sogenannte Zeitenwende 2.0 in steigenden Verteidigungsinvestitionen Deutschlands und Europas nun deutlich. Diese Entwicklungen bescheren dem in Taufkirchen ansässigen Unternehmen einen kontinuierlichen Wachstumskurs. Die anhaltend hohe Nachfrage erlaubt es Hensoldt, die im Oktober angepassten Jahres- sowie Mittelfristziele zu bestätigen.
Ein eindrucksvoller Anstieg im Auftragseingang um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sorgt für einen rekordverdächtigen Auftragsbestand von 7,1 Milliarden Euro. Bemerkenswert sind insbesondere Vertragserweiterungen im Bereich Radarsysteme für den Eurofighter und optronische Upgrades für U-Boote, die den im MDax notierten Konzern stärken.
Mit einem Umsatzwachstum von 11,6 Prozent, das einen Anstieg auf mehr als 1,5 Milliarden Euro bedeutet, sowie einem Anstieg des bereinigten Ebitda um 12,8 Prozent auf 211 Millionen Euro, übertrifft Hensoldt die Erwartungen der Analysten leicht. Ferner stieg die Marge moderat von 13,6 auf 13,7 Prozent an.
Interessanterweise wird erwartet, dass der Auftragseingang das 1,6- bis 1,9-Fache des Umsatzes des Jahres erreicht und somit deutlich über dem ursprünglichen Ziel von 1,2 liegt. Die bereinigte Ergebnismarge wird dabei etwas besser als die bisher geschätzten 18 Prozent ausfallen. Während der Umsatz bis Jahresende voraussichtlich lediglich am unteren Ende der prognostizierten 2,5 Milliarden Euro bleibt, peilt das Unternehmen weiterhin an, die Erlöse bis zum Jahr 2030 auf bis zu 6 Milliarden Euro zu steigern.

