Henkel bestätigt Gesprächsbereitschaft: Mögliche Übernahme von Stahl Holdings
Der deutsche Konsumgüterriese Henkel plant die Erweiterung seines Geschäftsfeldes und verhandelt aktuell über die Übernahme der niederländischen Stahl Holdings. Gesellschafter dieser Firma ist der französische Finanzinvestor Wendel, mit dem derzeit intensive Gespräche stattfinden, wie Henkel offiziell mitteilte.
Anfänglich blieb die Reaktion an der Börse auf diese Übernahmepläne zurückhaltend. Doch bereits am Dienstagnachmittag geriet das Papier spürbar unter Druck, als der Kurs unvermittelt fiel, bevor er sich leicht stabilisieren konnte. Beim jüngsten Stand verzeichnete die Henkel-Aktie ein Minus von zwei Prozent.
Analysten bewerten die mögliche Akquisition als strategisch klug, bemängeln jedoch den offenbar hohen Preis, der für das Unternehmen aufgerufen wird. Im Vorfeld der amerikanischen Börsensitzung sorgte zudem der US-Konzern 3M, ein Unternehmen, das auf vergleichbaren Geschäftsfeldern aktiv ist, mit einer enttäuschenden Jahresprognose für Unruhe auf dem Markt. Stahl Holdings, spezialisiert auf chemische Beschichtungs- und Oberflächenbehandlungsprodukte, wurde bereits Ende November 2024 von Bloomberg im Kontext einer möglichen Übernahme erwähnt. Ein von Experten kolportierter Kaufpreis von bis zu zwei Milliarden Euro steht seitdem im Raum, allerdings schweigt Henkel bislang zu konkreten Zahlen und der Frage, ob eine Einigung mit dem Eigentümer Wendel in Sicht ist.

